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Samstag, 31. Dezember 2011

Budo, Federkiel und Wanderstock - mit Axel Gora unterwegs.

Produkt-InformationHallo meine Lieben,

wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, war ich auf meinem Weg zu Petra Schier eine Weile verschüttet, während ich darauf wartete gefunden zu werden, suchten mich Visionen diverser asiatischer Großmeister heim. Lao Tse zum Beispiel wedelte sehr aufdringlich mit folgendem Buch:

Als nächstes zerrte Kopernikus äußerst spöttisch mit den Augen rollend an meinem Ärmel und ermahnte mich, des "Duell der Astronomen" zu gedenken. Verflucht noch mal, ich hatte etwa zwei Tonnen Geröll über mir und sollte mich mit irgendwelchen Zweikämpfen und asiatischen Weisheiten auseinandersetzen?
Meine Halluzinationen waren auch schon mal besser!
Produkt-InformationJa, und da passierte es: Jackie Chan spazierte durch mein Gefängnis, das plötzlich die Größe einer mitteleuropäischen Kathedrale hatte, auch er redete auf mich ein. Da ich jedoch kein Chinesisch spreche, verstand ich kein Wort!
Ich kann nur vermuten, was er wollte, den er verbeugte sich und reichte mir ein Buch: "Die Versuchung des Elias Holl"


Während ich noch konfus auf das Buch starrte, beugte sich Jackie Chan vor und sagte: "Axel", und noch einmal: "Axel"
Ich war mir ziemlich sicher, daß er wollte, daß ich Kontakt zu Axel Gora aufnehme.
Charmant wie ich nun einmal bin - und weil Axel in Augsburg lebt - fast schon ein Nachbar von mir ist - konnte ich ihn in diesem Fall sogar real belästigen und verfolgen ;-) 

Erwähnte ich schon, daß ich charmant sein kann, wenn ich will? Axel gab nach und ließ sich interviewen :-)




Interviewfragen:
Deine Biographie liest sich interessant. Was bist Du? Buddhist, Budomeister, Autor, oder doch eher der Autor auf der Walz durchs Leben?
Ich bin kein konvertierter Buddhist. Als Freigeist bin ich Synergist und verknüpfe die Lehren.
Budômeister bin ich definitiv, denn es ist seit 22 Jahren mein Beruf. Autor bin ich ebenfalls; und da schließen sich wieder die Kreise: Eben Synergien schaffen.
Was die Walz im engsten Sinn des Wortes angeht – die ist lange her (1983-1986) und der Roman „Zehntausend Meilen“ liegt auch schon Jahre (1998) zurück. Im weitesten Sinne ist das Leben eine innere und äußere Wanderschaft, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.
Wie (und wann) hast Du zum Buddhismus gefunden?
Durch ein Buch des Zenmeisters Deshimaro Roshi, 1979. Ich war 16 und hatte schon seit sechs Jahren Budô praktiziert. Wenn man sich dann näher mit den Hintergründen von Budô (der Überbegriff für die japanischen Kampfkünste)
befasst, stößt man unweigerlich darauf. Ob man es dann praktiziert, ist eine ganz andere Geschichte.
Was reizt Dich am Buddhismus? Welche buddhistische Richtung ist Deine?
Ich neige zum Zen-Buddhismus, wobei eine Trennung in die drei Hauptrichtungen Hinayana, Mahayana, Vajrayana (Der Vajrayana zählt eigentlich zum Mahayana) für mich nicht so erheblich ist; auch hier schaffe ich Synergien.
Reizen tut mich – u. a. - das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit – es gibt keinen Gott, der für dich was tut oder sein lässt.
Bokken: Das hölzerne Schwert der SamuraiWas schreibst Du lieber: Sachbücher oder historische Romane?
Beides ist für mich interessant und herausfordernd, weil es zwei unterschiedliche Anforderungen sind. Bei Sachbüchern geht es wie der Name schon sagt – sachlich zu – da dominiert das Argumentative. Bei den historischen Romanen ist es die sprachliche Auseinandersetzung, verknüpft mit der Fiktion von Charakteren und der Geschichte. Das ganze sollte noch verbunden sein mit einer oder mehreren tiefergreifenden Botschaften und Werten – dann könnte daraus Literatur werden.



Wie lange brauchst Du von der Entwicklung einer Idee bis zum Vollenden des Manuskriptes?
Für die ersten Projekte habe ich ein bis zwei Jahre gebraucht. Mit der Zeit und zunehmender Erfahrung werde ich routinierter und schneller. Zudem weiß ich durch meinen Budô-Beruf meine Kräfte zu bündeln. Bei meinem aktuellen historischen Roman „Die Versuchung des Elias Holl“ sind von der Idee bis zum letzten Satz des über 400 Seiten starken Werks nur sechs Monate verstrichen. Das war aber ein Sonderfall, ich habe sieben Tage die Woche Szenen entwickelt, geschrieben und nebenbei recherchiert.
Wo schreibst Du?
Ich gehöre nicht zu den Autoren, die sich mit dem Laptop ins Café zum Schreiben setzen. Ich arbeite ausschließlich in meinem Arbeitszimmer, weil ich absolute Ruhe brauche.
Wie und wann recherchierst Du?
Die Recherche beginnt im Vorfeld und kann bis zum letzten Satz andauern. Bei der Recherche gibt es keine Geheimnisse, ich mache es wie jeder andere Autor: Sekundärliteratur, Internet, vor Ort, Vorträge und Gespräche/Hilfe mit/von Fachleuten, wobei ich beim Holl-Projekt von einer hiesigen ,Hochkaräterin‘, die ich angemailt habe, einen Korb bekommen habe.
Produkt-InformationKannst Du vom Schreiben leben?
Ich gehöre zu der Gruppe von Autoren, die zwar ein gutes Zubrot über ihre Bücher haben, davon aber nicht leben können, dazu kostet mich mein anderer Beruf zu viel (Versicherungen, Miete, etc. …). Es ist kurios, er kostet mich zwar eine Menge, ist aber doch mein Hauptstandbein. Das kann sich aber ändern … wir werden sehen, was die nächsten Jahre bringen.


Du bist Budomeister: Was bedeutet das genau? Hast Du den Meistergrad in verschiedenen Kampfkünsten?
Budô ist japanisch und bedeutet eigentlich „Der Weg (Dô) des Krieges (Bu), damit sind im engsten Sinn die alten japanischen Kampfkünste der Samurai gemeint, im weitesten Sinne, die asiatischen, was nicht ganz richtig ist – Thaiboxen zum Beispiel ist definitiv nicht Budô. Ich bin Meister (Danträger) in zwei Disziplinen und Großmeister in einer. Wer es genau wissen will, der kann es auf der Homepage meiner Schule sehen: www.budo-gym.de
Du bist Buddhist und Budomeister. Hast Du schon einmal daran gedacht, einen historischen Roman zu schreiben, der in Asien spielt?
Produkt-InformationIch habe mit „Shi Shin – Das Buch der vier Herzen: Niederschriften eines freigeistigen Samurai aus dem 17. Jahrhundert“ unter meinem alter egoYamamoto Magune eine Synthese von historisch und Fiktion in Form eines Sachbuches erstellt. Mit dem letzten Sachbuch „Jiu-Jitsu leben – Die Sanfte Kunst im Alltag“ habe ich für mich das Thema Budô aus traditioneller japanischer Sicht abgeschlossen und für eine europäische Ausrichtung plädiert.
Einen historischen Roman, der in Asien spielt, zu schreiben, reizt mich nicht. Das ist mir alles zu weit weg, damit meine ich nicht die räumliche Distanz, sondern die Mentalität. Das ist ungefähr so, wie wenn ein Chinese, der mit Deutschland eigentlich nichts am Hut hat, einen Roman in Deutschland spielen lässt; das ist zwangsläufig sehr fehlerhaft. Mich interessiert mehr das hiesige, weil hier meine Wurzeln sitzen und ich hier lebe.
Was und wie viel liest Du?
Dafür, dass ich selbst schreibe, bin ich ein sehr schlechter Leser; ich besitze nur circa zweihundert Bücher, und von denen verschenke ich immer wieder welche. Das notgedrungene Lesen von meist sehr trockener Sekundärliteratur für die historischen Projekte, raubt mir die Zeit und die Lust für Belletristik. Einmal im Monat fahre ich mit dem Auto eine längere Strecke, dann höre ich Hörbücher. Das letzte war ein Geschenk von Freunden: Friedrich Dürrenmatt: „Der Richter und sein Henker“.
Hörst Du Musik beim Schreiben?
Wie gesagt: Ich brauche absolute Ruhe.
Dein neuster Roman handelt von Elias Holl. Warum sollte man sich Deinen Roman kaufen (und lesen)? *g*
„Die Versuchung des Elias Holl“ ist nach „Das Duell der Astronomen“ das zweite Buch meiner Renaissance-Trilogie (vielleicht wird es eine Tetralogie; eine gute Idee habe ich noch …).
Es ist ein Künstler- und Liebesroman. Der Augsburger Baumeister Elias Holl, der ja für seine Epoche als Architekt wirklich eine Größe war, bekommt durch diesen Roman ein Gesicht als Künstler, wie man es so bestimmt noch nicht von ihm gelesen hat. Er muss sich gegen seinen Widersacher, den Freskenmaler Matthias Kager (auch eine historische Person) durchsetzen, und die Begegnung mit dem Mädchen Lia (fiktiv) droht sein Leben massiv zu verändern. „Die Versuchung des Elias Holl“ ist nicht nur vom Volumen eine Steigerung des ersten Werks, es ist literarischer und geht mehr in die Tiefe. Mehr wird aber nicht verraten. – ab März gibt es ihn zu lesen.
Produkt-InformationDu darfst wählen: Eine Lesung halten oder in der Einsamkeit festsitzen, bis Du einen Roman geschrieben hast. Was wählst Du?
Da liegen ja Welten dazwischen; das eine ist eine Angelegenheit von ein bis zwei Stunden (wobei ja noch die Vorbereitung hinzukommt), das andere geht über Monate. Ich liebe zwar die Ruhe – als Kontrast zum sehr lebhaften Sportschulbetrieb – aber dann würde ich die Lesung wohl doch vorziehen und den Roman wie bisher in temporärer Abgeschiedenheit verfassen.

Lieber Axel, vielen Dank für das tolle Interview!

Freitag, 23. Dezember 2011

Fröhliche Weihnachten!

Hallo meine Lieben,

an dieser Stelle möchte ich mich verabschieden.
Nein, nicht für immer ;-)
Nur für die Feiertage!

Ich wünsche euch allen fröhliche besinnliche Weihnachten, schöne Feiertage, eine tolle Zeit mit all eure Lieben, Plätzchen, Punsch und Festbraten ohne Verbleib auf den Hüften und viel Zeit zum Lesen, Lachen und Lieben!



Bis bald, macht es gut! Eure Ivy

Seiten-Zähl-Challenge 2012

Hallo meine Lieben,




Bella von Bella´s Wonderworld hat auf Facebook zu einer witzigen Challenge geladen:

Die Teilnehmer stecken sich bis zum 31.12.2012 das Ziel einer bestimmten Anzahl von SEITEN, die gelesen und rezensiert werden müssen.

Da ich zwar eine anerkannte Bücherfresserin bin = Mittwoch mit der "Anwaltshure 4" von Helen Carter angefangen, gestern abend fertig geworden ;-) - alltags-, berufsbedingt aber nicht unbedingt wirklich VIEL lese neuerdings, habe ich mir das Ziel von

10.000 Seiten

gesetzt.
Ich denke mal MEHR zu lesen und zu rezensieren ist erlaubt ;-)

Ich freue mich, mal bei so was (irr-)witzigem mitzumachen. Das ist genau mein Ding!
Außerdem hilft es, mein SuB (Stapel ungelesener Bücher) zu reduzieren!

Bitte schaut auf die rechte Seite meines Blogs: Dort gibt es eigens eine Seite zum Thema: Ivy Pauls Seiten-Zähl-Challenge 2012 (powered by Bellas Wonderworld)

Liebe Grüße, Ivy

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ein Weihnachtsgeschenk für Fans, Gönner, Interessierte und Neider

Hallo meine Lieben,

rechtzeitig zum Fest der Liebe hat mich das dringende Bedürfnis überrollt, euch auch nächstes Jahr mit Lesungen von mir zu beglücken.

So verkünde ich mit großer Freude, daß ich am

23. Februar 2012 ab 20.00 Uhr
im

Heiliggeiststrasse 6
80331 München
Telefon:+49(0)89/21 99 48 70
Fax:+49(0)89/22 40 17
E-Mail : sr@restaurant-ludwigs.de
eine erotische Lesung abhalten werde:

Erotisches und Sinnliches rund um die schönste Sache der Welt.
Ivy Paul entführt euch mit charmanten Plaudereien in die Welt der Lüste und liest aus ihren aktuellen Romanen "Ghost Lover" und "Tigerlilie".

Passend dazu wird es die Möglichkeit geben, ab 19.00 Uhr ein ausgewähltes Menü aus der hervorragenden Küche des Ludwigs zu genießen. (Menü und Preise folgen ...)

Ich freue mich über Euer zahlreiches Erscheinen! Zückt die Terminkalender und kreuzt euch den 23.2. dick und rot an.

Liebe Grüße, Eure Ivy





Freitag, 16. Dezember 2011

16.12., 10.00 Uhr: Erotic Morning Lounge: Rena Larf liest .....

Hallo ihr Lieben,

so, und noch etwas: heute moren um 10.00 Uhr liest Rena Larf aus meinem "Ghost Lover" *freu*
Bin schon ganz gespannt, neugierung und happy!

Liebe Grüße, Ivy

Ein kurzes Interview mit mir auf "AusZeit-Magazin"

Hallo ihr Lieben,

kürzlich hatte ich das Vergnügen durch meine liebe Kollegin Eva Leitold interviewt zu werden:

Interview auf "AusZeit"-Magazin

Der Blog ist übrigens ein optischer Hingucker :-) Wunderschön!

Liebe Grüße, eure Ivy

Sonntag, 4. Dezember 2011

Es lebe das Laster! Mit Petra Schier auf den Spuren der Faulheit :-)

Wie schon so viele Male zuvor, scheute ich auch diesmal weder Zeit noch Mühen um für meine Blog-Besucher/innen ein neues, faszinierendes Interview zu beschaffen.
Doch - wie immer wieder zwischen den Zeilen zu lesen ist - bin ich nicht die beste Sportlerin. So kam es, wie es, wie es kommen sollte: Beim Versuch das Mittelgebirge sprich die Eifel zu überwinden, geriet ich in eine Gerölllawine und wurde verschüttet.
Fast vier Wochen mußte ich ausharren, ehe überhaupt jemandem auffiel, daß ich verschwunden war!
Ich äußere mich hierzu nicht, werfe nur einen vielsagenden Blick in die Runde, weil niemand bemerkte, daß meine Wenigkeit weder zum Essen, noch zum Schlafen anwesend war.
Zurück zu meiner Rettung:
Irgendwann - ich hatte mittels meditativer Techniken diverse buddhistische, hinduistische und historische Persönlichkeiten getroffen - hörte ich ein Scharren.
Dann ein Kläffen und ich wurde gerettet. Mein persönlicher Dank gilt diesem netten Burschen:
Weihnachtshund2011hp

Außerdem durfte ich eine Weile die Pflege und Fürsorge  genießen

und reiste anschließend mit

 zu deren Schöpferin Petra Schier. (Besucht ihre Seite! Wirklich schön und informativ!)

Und natürlich war ich wieder neugierig wie Adelina, als ich eine (Mit-)Autorin traf :-)

   SU_978-3-499-25437-6_E5hp




Interview:

Deine Veröffentlichungen sind beachtlich. Respekt , kannst Du vom Schreiben leben?



Es hat eine gute Weile gedauert und auf großen Fuß kann ich mich (noch) nicht bewegen, aber: Ja, mittlerweile könnte ich als Einzelperson vom Schreiben leben. Allerdings bin ich ja verheiratet und somit haben wir glücklicherweise zwei einkommen in der Familie.



Wie bist Du zum Schreiben gekommen?



Die Standardfrage. ;-) Ich habe schon immer geschrieben, begonnen hat es, als ich zum elften Geburtstag ein Tagebuch geschenkt bekam. Seither habe ich mich an allen möglichen Textformen versucht, und herausgefunden, dass mir der Roman am besten liegt, wohingegen ich Kurzgeschichten gar nicht mehr schreibe, wohl, weil ich sie auch nicht gerne lese.



Hat es lange gedauert, bis Du veröffentlicht wurdest?


Von dem Zeitpunkt an, zu dem ich meinen ersten Roman fertiggestellt hatte, bis zu meiner ersten Veröffentlichung vergingen acht Jahre. Harte Jahre, in denen ich mich überwiegend mit Deutsch- und Englisch-Nachhilfe über Wasser gehalten habe, um meine Miete und das Essen auf meinem Teller zu verdienen.



SU_978-3-499-25901-2_E4hp Du bist auch Lektorin. Bist Du mehr Lektorin oder eher Autorin?



Eindeutig mehr Autorin.

Zum Lektorat kam ich wie die Jungfrau zum Kinde. Eines Tages rief mich ein mir damals noch völlig unbekannter Verleger eines kleinen Verlages in der Eifel an und fragte, ob ich Interesse hätte, für ihn zu lektorieren. Er hatte meine Autorenseite im Internet entdeckt und fand die dortigen Leseproben so gut, dass er Kontakt aufgenommen hat.

Anfangs habe ich sehr viel lektoriert: Kinderbücher, Sachbücher für den Verlag aber auch Manuskripte und z. B. Magisterarbeiten für Privatpersonen. Mittlerweile schreibe ich jedoch drei bis vier Bücher pro Jahr, was bedeutet, dass mir für das Lektorat kaum noch Zeit bleibt. Für Privatpersonen arbeite ich deshalb gar nicht mehr und für besagten Verlag betreue ich nur noch eine bestimmte Sparte Sachbücher; ein oder zwei Bücher pro Jahr, mehr nicht.



Sind historische Romane eine Herausforderung? (Für Dich als Autorin.)



Jedes Buch, gleich welchen Genres, ist eine Herausforderung and den Autor, seine Leser zu packen und bestenfalls bis zur letzten Seite nicht mehr loszulassen. Aber natürlich sind gerade historische Romane recht aufwendig zu schreiben, da immer eine sehr umfangreiche Recherche vorangeht.

Das Schreiben eines Romans kann anstrengend, hin und wieder sogar richtig schmerzhaft sein, je nachdem, welches Thema man sich aussucht. Auch können mich meine Figuren und ihre Entwicklung sehr stark beanspruchen und fordern.

Schreiben ist zu einem sehr großen Teil ein Handwerk, jedoch merken die Leser, wenn so richtig viel Herzblut in eine Geschichte eingeflossen ist. Und um Herzblut zu vergießen, braucht es eben auch eine große (psychische) Kraftanstrengung.



Standest Du schon einmal vor dem Problem, etwas nicht recherchieren zu können?



Ja, natürlich. In der Historie gibt es immer wieder dunkle Flecken, die man auch mit größter Sorgfalt und Anstrengung nicht erhellen kann. In solchen Fällen gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder man greift auf Informationen zurück, die zu einem anderen Objekt gehören, aber ähnlich sind, oder man bemüht die künstlerische Freiheit.



Bei meinem Roman „Die Eifelgräfin“ hatte dich dieses Problem, da das Buch auch einer Burg in der Eifel spielt, über die es im Grunde nur zwei, drei verlässliche Quellen bzw. Studien gibt. Hier konnte ich mich größtenteils mit Informationen zu ähnlichen Burgen während der gleichen Epoche behelfen. Aber einige Details waren einfach nicht herauszufinden, also habe ich diese durch meine Fantasie ersetzt.

Was ich allerdings niemals tun würde, ist, belegte historische Ereignisse für meine Romane zu verändern oder gar zu verlegen. Damit würde ich ja die Historie an sich verändern, und das fällt mir ja gar nicht ein. Entweder meine Geschichte passt in den historischen Hintergrund oder ich suche mir einen anderen.



Wie wichtig ist akkurate Recherche? Verzeihen die Leser kleinere Fehler?



Mag sein, dass kleinere Fehler verziehen werden, und kein Autor ist vor ihnen gefeit. Auch mir sind sie schon unterlaufen. Doch grundsätzlich halte ich akkurate Recherche gerade bei historischen Romanen für unerlässlich. Die Leser erwarten neben einer spannenden Handlung auch, etwas über eine bestimmte Epoche und ihre Menschen zu lernen. Somit habe ich gewissermaßen einen Lehrauftrag, den ich ernst nehme.

Auch kennen sich sehr viele Leser mittlerweile hervorragend in ihrer Lieblingsepoche aus. Wenn ich mir da Fehler leiste, verärgere ich die Menschen, die für meine Arbeit am wichtigsten sind: eben die Leser. Und nichts liegt mir ferner.



Hast Du eine Lieblingsprotagonistin / einen Lieblingsprotagonisten?



Nicht wirklich. Sagen wir es lieber so: Die Protagonisten, über die ich gerade schreibe, sind mir die liebsten und manchmal gleichzeitig auch die verhasstesten, wenn sie sich mal wieder so ganz anders verhalten und/oder entwickeln, als ich dachte.



Wie gehst Du beim Schreiben vor?



Sobald eine Idee in meinem Kopf so weit gediehen ist, dass sie sich zu einem Roman eignet, schreibe ich alles, was mir dazu einfällt, auf eine Kladde, mache Cluster und Pfeildiagramme, um die Beziehungen der Personen zueinander in den Griff zu bekommen. Dann schreibe ich ein Exposé, zunächst für mich, dann für den Verlag. In diesem ist die gesamte Geschichte auf drei bis fünf Seiten zusammengefasst, inklusive Schluss. Aufgrund dieses Exposés kann mein Agent den Roman einem Verlag anbieten. Für mich ist dies der rote Faden der Geschichte, das grobe Gerüst, aus dem ich die Geschichte dann entwickele und schreibe. Dabei kann es immer passieren, dass sich Details und Figuren verändern. Das Schreiben ist kein statischer Prozess und ich bin zu 50 Prozent eine Planschreiberin und zu 50 Prozent eine Bauchschreiberin. Das heißt, ich plane schon recht ausführlich, lasse der Geschichte und den Figuren aber auch viel Raum, sich während des Schreibprozesses zu entwickeln, manchmal in durchaus überraschende Richtungen.

Außerdem schreibe ich immer sehr „auf den Punkt“. Das heißt, ich arbeite so, dass ich nur ein Minimum an Überarbeitung zu machen habe. Ich gebe nämlich ehrlich zu: Ich hasse das Überarbeiten. Ich bin einfach zu ungeduldig dazu.



Wann und wie viel schreibst Du?



Ich schreibe, wenn es gut läuft, vormittags, und zwar an fünf Tagen die Woche, jeweils ca. sieben Seiten pro Tag. Ab besagten guten Tagen brauche ich dazu weniger als drei Stunden, an mittleren Tagen ca. 4 Stunden und an schlechten Tagen sitze ich noch am Abend daran. Aber ich höre nicht eher auf, bis ich mein Tagespensum im Kasten habe.



Wo schreibst Du am Liebsten?



An meinem Schreibtisch/PC in meinem Arbeitszimmer.

Wenn ich krank bin oder unterwegs, arbeite ich auch schon mal am Laptop, aber die gewohnte Umgebung meines Arbeitszimmers funktioniert für mich einfach am besten.



Welche Bücher / Autoren/innen liest Du selber bevorzugt?



Das wechselt schon mal, aber meine All-Time-Favourites sind Jane Austen und Nora Roberts.



Hast Du einen Geheimtipp gegen Schreibblockaden?



Es wäre schön, wenn ich einen hätte. Ich kenne Schreibblockaden und mir hilft meistens, sie einfach auszusitzen. Sprich: Ich akzeptiere, dass ich gerade eine Blockade habe, und befasse mich für eine Weile mit etwas vollkommen Anderem: meinem Hund, dem Garten, backen, themenfremd lesen oder auch mal einfach eine DVD in den Player und auf der Couch abhängen. Ich weiß, dass ich während einer Blockade nichts erzwingen kann (das würde es nur noch schlimmer machen). Deshalb gebe ich mir in solchen Fällen einfach ein wenig Zeit. Das kann ein Tag sein, eine Woche oder schlimmstenfalls auch länger. Aber ich weiß, dass sich die Blockade früher oder später wieder löst, manchmal durch einen einfachen Auslöser, während ich etwas anderes tue. Nur wenn es wirklich länger dauert (mehr als vier Wochen gab es aber bei mir noch nie), muss ich natürlich meinen Verlag darüber informieren. Zum Glück habe ich eine sehr verständnisvolle Lektorin, die auch immer bereit ist, in solchen Fällen mit mir zu sprechen und mir zu helfen, die Blockade zu überwinden.



Was ist dein größtes Laster? Gibt es eines?

O ja: die Faulheit.

Das mag jetzt vielen meiner Leser (und auch Kollegen) sehr merkwürdig anmuten, denn man kennt mich überall nur als sehr fleißig und überall präsent und hoch motiviert. Aber ich habe wirklich einen Hang zum süßen Nichtstun und muss mich oft wirklich an die Kandare nehmen. All mein Fleiß und meine Disziplin sind hart antrainiert, denn interessanterweise geht bei mir mit dem Laster Faulheit auch noch die (wie ich finde) Tugend Ehrgeiz einher.



Hörst Du Musik beim Schreiben?



Ja, manchmal, das kommt auf den Roman an. Da ich z. B. meine Weihnachtsromane meist zwischen Ostern und Pfingsten schreibe, kann es schon mal sein, dass ich mich mit Weihnachtsmusik in die passende Stimmung bringen muss. Auch zu manchen historischen Romanen höre ich passende, z. B. mittelalterliche Musik. Das kann den Schreibprozess antreiben, funktioniert aber nicht bei jedem Buch gleich gut und ich muss es immer erst austesten.



Du gibst auch Lesungen. Planst und organisierst Du die selber?



Nein, ich habe eine Lesungsagentin, die mir Planung und Organisation abnimmt. Andernfalls würde ich weit weniger lesen können, und das wäre schade, denn ich halte liebend gerne Lesungen. Veranstalter-Akquise, Planung und Organisation nehmen enorm viel Zeit in Anspruch, die ich lieber in mein nächstes Buch stecke.



Würdest Du Autoren raten, Lesungen abzuhalten?



Ja, wenn sie lesen können und keine Angst vor dem Kontakt zum Publikum haben.

Schier_24861-0hpEs ist tatsächlich so, dass es enorm viele (auch sehr bekannte) Autoren gibt, die nicht gut vorlesen können. Man kann das lernen, aber viele machen sich entweder nicht die Mühe oder machen sich vielleicht auch gar keine Gedanken darüber. Lesen ist – ebenso wie das Schreiben – eine Kunst und ein Handwerk zugleich. Und wenn man es nicht kann (und auch nicht lernen will), bleibt ggf. noch die Möglichkeit, z. B. einen Schauspieler zu engagieren, der auf der Lesung vorliest, uns selbst eben nur für Fragen und zum Signieren dabei zu sein.

Auch wenn man von Natur aus sehr introvertiert ist, sollte man sich überlegen, ob man Lesungen machen will oder sich vielleicht nur (z. B. vom Verlag) dazu genötigt fühlt. Es kann sehr viel Spaß machen, mit den Lesern in Kontakt zu kommen, sich mit ihnen auszutauschen. Aber wenn man menschenscheu ist, kann das Ganze auch nach hinten losgehen.

Hier muss ein Autor ganz einfach ehrlich zu sich selbst sein und entscheiden.



Falls ja, gibt es Fehler, die man vermeiden sollte? (Abgesehen von denen, die Du auf Deiner Homepage angesprochen hast  .)



Ich denke, wer sich die Tipps aus meinem Essay „Lesungen – Lust oder Frust“ auf meiner Homepage zu herzen nimmt, steht weitgehend auf der sicheren Seite. Vielleicht sollte ich noch anfügen, dass man, auch wenn man statt der vielleicht erwarteten 50 Personen nur 5 vorfindet, sich seine Enttäuschung niemals anmerken lassen darf. Auch für fünf (oder gar nur drei) Zuhörer bemühe ich mich um das beste Leseprogramm, dass ich an diesem Abend bieten kann.



Was ist das Skurrilste, das Dir in Deiner Autoren-Laufbahn bislang passiert ist?

Schier_499_25486_4hpGanz ehrlich: Dazu fällt mir gar nichts ein. So viele skurrile Dinge sind mir bisher noch nicht passiert, sieht man vielleicht mal von einer Lesung ab, die in einem Bistro bei laufendem Betrieb und direkt gegenüber der offenen Küchentür stattfand. Oder dem Veranstalter, der mich, trotzt vorheriger Terminrücksprache per Email, zu einem falschen Datum einlud, sodass ich vor verschlossenen Türen stand und dann zwei Tage später noch einmal wiederkommen musste.


Liebe Petra, vielen, vielen Dank für dieses schöne, ausführliche Interview! :-)


Liebe Ivy,

ich bedanke mich ganz herzlich dafür, dass ich dieses Interview für deinen Blog geben durfte, und wünsche dir und deinen Blogbesuchern eine wunderschöne (Lese-)Zeit und alles erdenklich Gute!

Herzlichst

Petra Schier


Meine Homepage: www.petra-schier.de

Petra Schier bei Facebook: www.facebook.com/PetraSchier

Dienstag, 29. November 2011

Super-Rezi für meinen "Ghost Lover" von Lezemieze :-)

Hallo ihr Lieben,l

diesen Blog hier  muß ich unbedingt verlinken: Lesemiezes Buchrezensionen
Eine Frau mit gutem Geschmack :-)
Hat natürlich nichts damit zu tun, daß sie meinen Ghost Lover liebt/e und eine entsprechende Rezi gab :-)

Vielen Dank, liebe Lesemieze!

Ich hüpfe immer noch vor Freude :-)

Liebe Grüße, Ivy

Samstag, 26. November 2011

Ein Woche entfloh ....

Hallo ihr Lieben,

eine Woche ist wieder vorrüber.
Und was habe ich geschafft? NIX!
Völlig enthusiastisch hatte ich den Vorsatz, mein 3. Manuskript zu beenden, neue Interviews zu verfassen und nebenbei noch eine Top-Hausfrauen-Performance hinzulegen.

Das einzige, das mir gelungen ist, ist eine Laune zu entwickeln, die mich zusätzlich demoralisiert!
*grummel*
Falls irgendjemand ein paar Tipps zur Steigerung der Produktivität sowie zur Stimmungsaufhellung parat hat, bitte die Kommentarfunktion nutzen!

Versteht sich von selbst: Keine illegalen, gesundheitsschädlichen oder unmoralischen Vorschläge ;-)

Liebe Grüße, Ivy

Donnerstag, 24. November 2011

Das Cover zu "Tigerlilie" ist da!

Hallo ihr Lieben,

mein Cover ist da :-)



Inhaltsangabe:
Nach dem Tod ihrer Eltern bleibt Anna Drysdale mittellos zurück und so hofft sie auf die Unterstützung ihres Stiefonkels Christopher Drysdale. Dieser stellt sich als attraktiver Halbchinese heraus, der nicht nur reich ist, sondern auch einen denkbar schlechten Ruf hat.
Obwohl Anna sich vom ersten Moment unwiderstehlich von dem dominanten Christopher angezogen fühlt, nimmt sie nur aus gesellschaftlichen Gründen sein Angebot an, gegen Geld seine Gemahlin zu spielen. In Christophers Armen erlebt sie die Erfüllung nie gekannter Sehnsüchte.
Dennoch bleibt ihr Christopher ein Rätsel - nächtliche Besuche von Straßendirnen, Konkubinen und Gerüchte über Opiumschmuggel wecken Annas Zweifel ...

Wie immer beim Verlag meines Vertrauens. Plaisir d´Amour :-)

Liebe Grüße, Ivy

Montag, 21. November 2011

Aveleen Avides Mitschnitte und Bericht zu meiner ersten Lesung am 18.11.11

Hallo ihr Lieben,

ich habe hier einen besonders schönen Link zu einer Seite, die euch bestimmt gefallen wird.

Die bekannte Erotik-Autorin Aveleen Avide veranstaltet selbst immer wieder prickelnd-amüsante Lesungen und ich hatte das große Vergnügen, sie als Gast (warum gibt es kein weibliche Entsprechung dafür?) zu meiner Lesung locken zu können :-)

Link zu Aveleen Avides Bericht zu meiner ersten Lesung und Video-Mitschnitte!

Die Qualität der Mitschnitte ist toll!

Das erste Video ist ein längerer Mitschnitt aus "Ghost Lover", das zweite ein Stück aus meinem demnächst erscheinenden historischen Erotikroman "Tigerlilie", der zur Zeit des Regency spielt und als Hauptpersonen einen Halbchinesen und eine englische Lady aufbietet ;-) .

Ich kann nur noch einmal betonen: Es wird nicht meine letzte Lesung gewesen sein. :-)

Ich bin wohl tatsächlich eine kleine Rampensau (in Rosa und mit Glitter) :-)

Liebe Grüße, Eure Ivy

Samstag, 19. November 2011

Bericht über Ivy Pauls erotische Lesung

Hallo ihr Lieben,

hier also ein erster Bericht über meine erste Lesung im Kosmetikstudio "Beauty One" in Augsburg.







Wir - ich und meine Helfer - kamen gegen 18.00 Uhr im Kosmetikstudio an. Ella (vom Kosmetikstudio) flitzte hin und her, brachte Stühle, Gläser und zeigte uns alles.
Wir richteten her und meine Nervosität hielt sich erstaunlicher Weise in Grenzen.
Immerhin war es meine erste Lesung!
Als erstes kam Aveleen Avide. Im Gepäck: Ein strahlendes Lächeln, ihre Kamera und ein Exemplar ihres neuen Buches "Purpurne Lust - Erotische Geschichten".
Zwei Damen fanden über den Artikel in der Augsburger Allgemeinen zur Lesung. (Natürlich wegen der falschen Uhrzeitangabe im Artikel zwei Stunden zu früh. Aber ich habe mich sehr gefreut, daß die beiden Frauen durchhielten und zur rechten Zeit wiederkamen :-)
Kurze Zeit später kamen noch weitere Gäste (wenn ich mich nicht verzählte, waren 17 Gäste anwesend *staun* *freu*), Axel Gora - Augsburger Autor des historischen Romans "Duell der Astronomen" kam mit der Pünktlichkeit eines Mannes: Quasi auf die letzte Minute.
Carmen von den "Wirklich bösen Mädchen" war ebenfalls anwesend, und natürlich mir am Herzen liegende Menschen, um mich zu unterstützen :-)

Als es keine Ausflüchte mehr gab, begann ich mit der Lesung.
Ich muß gestehen: Vor dem Spiegel, mit mir als einzigem Zuhörer konnte ich bedeutend länger plaudern ;-) (Na ja, da war ich auch weniger nervös :-) )
Ich habe mein Programm durchgezogen, geplaudert, Späße gemacht und vorgelesen.
Ich glaube, dafür, daß es meine erste Lesung war, war es gar nicht so schlecht :-)

Meine Zuhörer hatten ihren Spaß hoffe ich, und ich war auch ganz angetan :-)
Endlich mal ein Haufen Leute, die mir an den Lippen hingen :-)

Also, was soll ich sagen; ich habe Lust noch mehr Lesungen zu geben und Routine zu bekommen. :-)

Liebe Grüße, Ivy

Freitag, 18. November 2011

Hallo ihr Lieben,

auf Facebook ist seit ein paar Tagen meine Autorenseite online:

Ivy Paul - Die Autorin

Klickt ruhig den "Gefällt mir" Button :-)

Liebe Grüße, Ivy

Heute abend: Lesung mit Ivy Paul / 20.00 Uhr Beauty One Kosmetikstudio, Augsburg

Hallo ihr Lieben,

so, der Countdown läuft!

Knapp 12 Stunden, dann ist es soweit! Meine erste Lesung!
Noch hält sich die Aufregung in Grenzen.
Bin vorbereitet. Die Kleider liegen bereit, Schminkpinsel und Fön ebenfalls. Unterlagen genauso.

Ich freu mich total und bin sehr neugierig auf heute abend!

Ich habe im Vorfeld ein paar Lesungen besucht (Aveleen Avide, Axel Gora und Oliver Pötzsch) und habe analysiert, wie diese ihre Veranstaltungen durchgeführt haben.
Sicher werde ich das Rad nicht neu erfinden, aber ich werde versuchen, daß es meine Gäste ebenso fasziniert und begeistert, wie sie es sich erhoffen. (und ich mir ebenfalls :-) )

Auf jeden Fall kann ich versprechen, daß ich mich vorbereitet habe :-) Zu Schulzeiten hatte ich nie Blackouts vor Prüfungen und hoffe, nicht jetzt damit anzufangen ;-)

Ich freue mich auf jeden Fall auf meine erste Lesung und hoffe, daß ihr euch Zeit nehmt und vorbeischaut!

Liebe Grüße, eure Ivy

Donnerstag, 17. November 2011

Leseprobe zu Ghost Lover

Hallo ihr Lieben,

da immer wieder nach Leseproben zu Ghost Lover gesucht/gefragt wird:

Leseproben findet ihr auf der Verlagsseite von Plaisir d´Amour!

Liebe Grüße, Ivy

Mittwoch, 16. November 2011

Ivy Paul in der Augsburger Allgemeinen

Hallo meine Lieben,

kurz und knapp :-)

Hier könnt ihr online nachlesen:


Ivy Pauls Interview in der Augsburger Allgemeinen :-)


Und denkt an meine Lesung am 18.11. um 20.00 Uhr im Beauty One Kosmetikstudio!

Es wurde falsch abgedruckt! Bitte, bitte denkt daran, falls ihr jemanden kennt, der kommen möchte, sich aber an die Uhrzeit in der Zeitung orientiert!!!!!!!!!!!!!!!


Liebe Grüße, Ivy
Hallo ihr Lieben,

falls jemand die Augsburger Allgemeine liest:
Heute morgen findet sich ein Riesen-Artikel über mich im Lokalteil:

Liebesromane aus der Küche

Hierzu muß ich korrigieren: "EROTIK aus der Küche" wäre treffender.
Aber ansonsten ein wohlwollender Artikel, den ich mit viel Freude gelesen habe.


Möchte nur noch ergänzen:

"Ghost Lover" ist ein erotischer Roman mit romantischem Touch.
Eine wunderbare Paar-Lektüre, ein Buch für das weibliche Zielpublikum!
Ein Roman zum fallenlassen. Erotik für´s Herz.
Ein Feinkost-Menü für den/die Leser/in.

Liebe Grüße, Ivy

Sonntag, 13. November 2011

Sei kein Schwein, lass die Raubkopiererei sein!

Hallo ihr Lieben,

irgendwann ist es soweit.

Man erregt die Aufmerksamkeit von Raubkopierern.

Sie kommen, stellen Dein Buch, Dein Lied etc. auf eine Download-Plattform und teilen Dein Herzblut mit allen die es sich runterladen.
Sie verschwenden keinen Gedanken daran, daß Du mit viel Liebe, Schweiß und Tränen stunden-, tage-, wochenlang daran gesessen hast, auf Hobbies, auf Treffen mit Freunden, auf Schlaf verzichtet hast, nur um etwas zu produzieren, das dem Genießenden Freude und Unterhaltung bereitet und Dir vielleicht die Butter auf dem trockenen Brotkanten finanziert.

Sie denken, daß es ungerecht ist, wenn sie unbezahlt Überstunden machen sollen.
Sie denken, es ist unfair, wenn sie keine Gehaltserhöhung bekommen.

Aber sie denken, es ist in Ordnung, unsereins schuften zu lassen und uns um den Lohn zu bringen.
Sie schaden nicht nur uns, sondern auch allen, die ihre Ebooks und CD´s und Filme und Spiele rechtmäßig kaufen. DENN: Wie lange dauert es, und auch die anständigen User/Käufer werden scheel angekuckt und die Produkte werden am Ende teurer, weil immer weniger ordnungsgemäß kaufen.

Ich weiß nicht, wie ihr das findet. FAIR ist was anderes!

Liebe Grüße, Ivy

Freitag, 11. November 2011

Ivy Pauls erotische Lesung am Freitag, den 18.11.11 um 20.00 Uhr

Hallo ihr Lieben,

so, bald ist es soweit.

Der Termin meiner ersten Lesung nähert sich in Riesen-Schritten!

Ich möchte nicht zuviel verraten, doch - einmal davon abgesehen, daß ich da bin, ;-) wird es für jeden Gast ein kleines Begrüßungsgeschenk vom Kosmetikstudio geben.

Zudem werden ein - zwei Autorenkollegen kommen - sofern nichts dazwischenkommt :-)

Hier noch einmal alle Details:


Am 18. November 2011 um 20.00 Uhr im Kosmetikstudio Beauty One, Augsburg



liest Ivy Paul aus ihrem erotischen Debütroman "Ghost Lover".



Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.



Erlebt die romantische Sinnlichkeit des Romans und erwartet gespannt eine erste Leseprobe aus meinem demnächst erscheinenden, zweiten Roman "Tigerlilie"!



Stellt mir Fragen, die ihr schon immer an eine (erotische) Autorin loswerden wolltet!





Kartenvorverkauf und Reservierung:



Beauty One

Konrad-Adenauer-Allee 13 (Nähe HBF - Königsplatz)

86150 Augsburg



Tel. 0821 - 3 19 75 40



Eintrittspreis: 8,- Euro (Begrüßungsdrink inkl.)



Ich freue mich über euer Erscheinen!


Bitte ruft doch im Kosmetikstudio an und meldet euch an - damit sie dort wissen, wieviele Stühle wir hinstellen dürfen! :-)

Liebe Grüße, Ivy Paul

Freitag, 4. November 2011

Überarbeitungen

Hallo,

ich bin ja noch recht frisch im Autorengeschäft, von daher bin ich bestimmt noch euphorisch was jegliche Aspekte des Autorendaseins betrifft. :-)

Ich liebe es, abends um 21.00 Uhr sagen zu können: Ich setze mich noch mal ran .... und hocke dann bis 2 Uhr nachts an meinen Geschichten und muß keine Panik vor dem nächsten Morgen haben, weil ich übermüdet in die Arbeit trotten muß.
Meinen Raubosauriern ist zum Glück egal, ob ich Augen habe wie Kermit der Frosch und ihnen Marmeladen-Pausebrote schmiere und beim Frühstück die Leberwurst-Brote vorsetze. ;-)

Und ich liebe es durch das Lektorat auf Macken im Text aufmerksam gemacht zu werden und nicht erst durch die Leser im fertigen Buch *schock*

Die letzten Tage hatte ich meinen "Tigerlilie" in den Klauen. Die Lektorin ging mit spitzer Feder drüber und hat gnadenlos alle Schwachstellen aufgedeckt *freu*. Ich hoffe, es wurden keine übersehen :-)

Damit nähert sich die Veröffentlichung wieder einen Schritt :-).

Als nächstes müßte das Cover anstehen. Das ist ebenfalls stets ein Highlight im Autorendasein :-)

Die Plaisir d´Amour-Cover sind einfach der Hammer! Ich bin ehrlich ganz verliebt :-)

Und ich kann nur immer wieder erwähnen: Ich fände einen Cover-Kalender echt den absoluten Knüller!

Liebe Grüße, Ivy

Samstag, 29. Oktober 2011

Markus Heitz - Unter Vampiren, Zwergen und Hexen

 Foto: ANHUR.de

Ein dämonisches hallo meine Lieben,

bewacht eure Halsschlagadern und eure saftigen Schenkelchen an diesem Halloween-Wochenende! Es wird gruslig, Vampire, Zombies und Dämonen wandeln unter uns!
Und ausnahmsweise wollen sie uns nicht zu Lustschreien treiben, also tarnt euch, versteckt euch und lest lieber ein gutes Buch!
Vielleicht von Markus Heitz? Ausgewiesener Vampir-Experte (den echten, die, die nicht im Sonnenschein glitzern, als ob sich sich in Glitzer gewälzt hätten) und Zwergen-Bändiger!

Es war ist schon eine Weile her, daß ich Markus begegnete.
Ich hatte gerade eine mehrtägige Sexorgie hinter mich gebracht und versuchte wieder nach Hause zu finden. (Jaa, auch Frauen leiden manchmal unter Gedächtnislücken.)
Mein Weg führte mich am Brocken vorbei.
Es war dunkel, der Wind brauste jaulend durch den Haulewald, Rennschnecken kreuzten meinen Weg und in einiger Entfernung tanzten Zwerge um lodernde Lagerfeuer.
Um die Bergspitze flogen kreischend und lachend Hexen.
Grusliger als sie John Sinclair jemals begegnet sind, doch sie schienen mächtig Spaß zu haben und mir war kalt.
Also gesellte ich mich dazu, denn unter all den Fabelwesen entdeckte ich einen Menschen: Markus Heitz .
Nach einigen Gläsern Butterbier und Kürbissaft hatte ich ihn gefügig gemacht und er gab mir ein Interview (mit der Auflage, es erst zum nächsten Gruselfest online zu stellen ...)

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Interview:

Wie hat Deine Autoren-Laufbahn begonnen?
+++MH: Mit dem ersten Satz... nein, mit 14. Kurzgeschichten, die immer länger und länger wurden. Bis ein Roman entstand.

 
Wie sieht der typische Arbeitsalltag von Markus Heitz aus?
+++MH: Von 9 bis 17 Uhr sitze ich am Hauptprojekt, danach mache ich, was mich kreativerweise anspringt, von Musik bis Ideen aufschreiben.

Wo schreibst Du?
+++MH: Überall. Laptop ist eine tolle Erfindung.

Hörst Du Musik während des Schreibens? Welche?
+++MH: Meistens Soundtracks, aber auch mal Gruftiges, Aktuelles, Klassisches - ich muss es mögen, das ist die Maxime. :o)

 
Schreiben Männer anders als Frauen?
Produkt-Information+++MH: Äh... DAS ist mal eine lustige Frage! Und ich muss sagen: keine Ahnung. Kann ja nur von mir ausgehen, und müsste mir überlegen, wie ich als Frau schriebe... mh... die Antwort schiebe ich. :o)

An was arbeitest Du gerade? Darfst Du darüber sprechen?
+++MH: Momentan sitze ich an der Überarbeitung von ONEIROS-TÖDLICHER FLUCH. ONEIROS-Tödlicher Fluch; erscheint im Mai 2012. Und wie ich schon andeutete, geht es dabei weder um Werwölfe noch um Vampire noch um Dämonen.
Wenn man Schlaglichter setzen müsste, könnte es ungefähr so klingen: In Leipzig hütet ein Thanatologe ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin unsägliche Experimente durch, in Paris rast ein vollbesetzter Airbus A380 nach der sicheren Landung in ein Flughafenterminal und richtet ein Inferno an.
Wie hängen diese drei Dinge zusammen?
Nun, die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug auf das Gebäude traf!
Sie starben gleichzeitig, innerhalb von Sekunden nach der Landung.
Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter und Thanatologe aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich, den manche auch Gabe nennen.
Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht …
Das muss erst einmal als geheimnisvoll-mystischer Teaser reichen. Demnächst dann mehr dazu.

Andeuten kann ich noch, dass es um ein sehr, sehr altes Geheimnis geht, das die Menschheit von Beginn an fasziniert. Auf die Reaktionen auf den Roman bin ich jetzt schon sehr, sehr gespannt. Und ich denke nicht, dass etwas Vergleichbares auf dem Markt ist. Na, zumindest hoffe ich es. Wie die meisten Kreativen. Ohne "sehr".

Ich schreibe ja Erotik und bei diesem Genre gibt es ja das Vorurteil, die/der Autor/in hat alle Szenarien selbst ausprobiert.
+++MH: Wäre das schlimm? Stelle ich mir eher reizvoll vor, wenn man zu nichts gezwungen wird.


Welche Vorurteile gibt es für Autoren/innen Deines Genres?
+++MH: Ich vermute, dass man ständig säuft, Kinder opfert, immer an der Schwelle zum Amokläufer steht, niemals lacht ... so in der Art.

 
Du hast bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, eine - vermute ich mal - stabile Fangemeinde.
Deprimieren Dich noch einzelne negative Kritiken?
+++MH: Es hängt davon ab, wie sie geschrieben wird. Deprimierend ist eher, wie wenige Gedanken sich manche beim Verfassen der Rezis machen. Aber wenn sich jemand Mühe gibt, konstruktive Kritik zu geben, respektiere ich das.

 
Googelst Du Deinen Namen?
+++MH: Natürlich aus rein fachlichen Gründen, um Rezensionen oder Bilder zu finden, die nicht freigegeben sind, d.h. Aufnahmen von professionellen Fotografen, welche die Bildrechte haben. Die Leute warne ich dann vor. Aber nur meinen Namen alleine und aus Spaß an der Freude, eher nicht.

Schreibst Du Romane, die Du selber gerne lesen würdest?
+++MH: Ich schreibe NUR Romane, die mir thematisch gefallen. Das ist mein Hauptantrieb: der Spaß am Geschichten erzählen. Das würde ich auch tun, wenn ich kein Geld damit verdiente.

Wer sind Deine Vorbilder?
+++MH: Ich habe keine. Kein Scherz.

Denkst Du, es gibt ein Genre, das schwerer zu schreiben ist, als andere?
+++MH: Nein. Wenn man von einer Geschichte gepackt wird, fällt alles leicht.

Wenn Du nicht Du wärst, mit wem würdest Du gerne tauschen?
+++MH: Bill Gates. Nicht weil er unendlich reich ist und ich nicht mehr arbeiten müsste (nicht vergessen: Mir macht meine Arbeit Spaß!!!), sondern weil ich dann mit dem Geld SO VIELE tolle Projekte anleiern könnte, von kreativ bis karitativ. Ich meine, wozu sind die ganzen Milliarden denn sonst da?

Freitag, 28. Oktober 2011

Ein Klick zum Interview eurer Wünsche :-)

Hallo ihr Lieben,

da es langsam doch unübersichtlich wurde mit allen Intervies und sie teilweise nicht mehr zu sehen waren, habe ich eine Seite mit Links zum jeweiligen Interview erstellt:

Alle Interview nur einen zweiten Klick entfernt


Außerdem *trommelwirbel* *fanfarentusch* passend zum bevorstehenden Halloween:

Ein Interview mit dem Vampirfürsten und Zwergenbändiger Markus Heitz!

Liebe Grüße, Ivy

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Schwer bewaffnet mit Jenny Benkau auf der Autobahn

Hallo meine Lieben,

Bilder von Jennifer Benkaues wird Zeit für ein neues Interview.

Diesmal wagte ich mich an ein Meeting mit Jennifer Benkau, Autorin von  "Nybbas Träume" , "Nybbas Nächte 02: Schattendämonen"  und "Phoenixfluch" 




Und natürlich habe ich für ein gutes Interview Dinge gewagt, die jenseits von Gut und Böse liegen.

Wir trafen uns auf einem Autobahn-Rastplatz irgendwo in der Mitte Deutschlands.
Ich wunderte mich über diesen seltsamen Treffpunkt. Schließlich sind Autoabgase nicht unbedingt förderlich für die Hirnleistung.

Ein knallroter Ferrari bremste mit quietschenden Reifen neben mir.
Ich kollabierte beinahe vor Schreck.
Die Autotür wurde geöffnet und die elfengleiche Jenny blinzelte mich an.
"Schwing dich rein".
Nun ja, elegant und graziös in einen tiefergelegten Ferrari zu gleiten, erfordert doch mehr Übung, als ich sie besitze.
Ich hatte eben die Hosenträgergurte geschlossen, da gab Jenny auch schon Gas.
Meine nervösen Blicke auf den Rücksitz bemerkte sie zum Glück nicht.
Eine ganze Sammlung scharf blitzender Dolche, Messer und Schwerter lag dort.
Ich hoffte, Jenny liebte einfach nur das Betrachten der Waffen ... und nicht deren Benutzung ...


Interview:


Ivy:

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?



Jenny:   

 Ich gehöre zu denen, die schon als Kind geschrieben haben, mit dem Erwachsenwerden schlief meine Schreiblust allerdings ein. Irgendwann kam ich über Fanfiktion und Online-Harry-Potter-Übersetzungen wieder an die Schreibmaschine, bzw. den PC. Dass ich einen eigenen Roman schreiben muss, wurde mir dann - ganz klassisch – an dem Morgen klar, als ich mit einer Geschichte im Kopf aufwachte. Und einmal infiziert, wurde ich den Autorenvirus nicht mehr los.



Ivy:

Schreibst Du drauflos oder erstellst Du erst einmal ein genaues Handlungsschema, Plot, Pitch, Charakterprofile ....




Jenny: Früher habe ich drauflos geschrieben. Erstaunlicherweise ging das immer am Schluss auf, obwohl ich zwischendurch oft vollkommen ahnungslos war, wie ich die Welt noch retten sollte. Inzwischen möchten Agent und Verlage aber vorher einen Eindruck haben, was ich wohl abliefern werde. Ich schreibe also zumindest ein grobes Exposé und eine Figurenliste mit den wichtigsten Merkmalen. Ich halte mich allerdings nicht immer an meine Pläne – oft haben die Figuren spontan einfach viel bessere Ideen.



Nybbas Träume: Schattendämonen 01Ivy:

Arbeitest Du momentan wieder an einem Roman?


Jenny:

Aber natürlich. Immer :-)


Ivy:

Wenn ja, wovon handelt er?


Jenny:

 Ich schreibe gerade am dritten und finalen Teil der Schattendämonen-Trilogie. Der Titel – Nybbas Blut – verrät, worum es geht: Ich kämpfe tüchtig mit meinem Lieblingsdämon.

Parallel dazu führe ich die letzten Korrekturen an einer Dystopie für junge Erwachsene aus, die unter dem Titel „Dark Canopy“ im März im Verlag script5 erscheinen wird.



Ivy:

Hast Du einen Agenten?

Jenny:

 Ich werde von der Literaturagentur Thomas Schlück GmbH vertreten, ja.


Ivy:

Wenn ja, was ist der Vorteil von einer Agentur vertreten zu werden?



Jenny:

Ich würde so weit gehen, zu behaupten, dass es heute für neue, unbekannte Autoren kaum noch Alternativen gibt. Unverlangt eingesandte Manuskripte kommen bei den Verlagen in solchen Mengen an, dass es nahezu unmöglich ist, aus diesen noch herauszustechen. Der Agent macht eine Vorauswahl, kennt den Markt und die Lektoren, mit denen er zusammenarbeitet; er weiß, welches Manuskript wo eine Chance hat und welche Ideen eher schwer zu vermitteln wären. Zudem kümmert er sich um alles, wenn es mal ein Problem gibt. Ich würde auf meinen Agenten um keinen Preis verzichten wollen, weil er meine Titel auf eine Art einschätzen kann, die mir verwehrt bleibt: Er sieht sie weniger emotional behaftet sondern mit dem Blick auf die Verkäuflichkeit. Wenn man nicht nur schreiben sondern auch erfolgreich veröffentlichen will, ist das unerlässlich.



Ivy:

Du hast auch Familie. Wie und wann schreibst Du?



Jenny:

Ich nehme mir die Zeit, wo ich sie bekommen kann. Ideal wäre das Schreiben am Vormittag, wenn die Kinder in Schule und Kindergarten sind. Leider bin ich vormittags zu faul ;-) also muss ich damit leben, nicht „in Ruhe“ schreiben zu können, sondern im täglichen Tohuwabohu.



Ivy:

Hältst Du Lesungen?


Jenny:

Schrecklich gerne, wann immer sich die Möglichkeit bietet.


Ivy:

Schreibblockaden: Kennst Du das? Was ist Dein persönlicher Tipp dagegen?


Jenny:

Schreibblockaden kenne ich nicht – aber ich kenne das Faulsein sehr gut, Faulsein und ich sind sehr gute Freunde, wir treffen uns regelmäßig. Was hilft? Eine Weile Pause einlegen, etwas anderes machen, ein Buch lesen, Schrott im TV anschauen, die Deadline näher und näher kommen sehen … und sich irgendwann einfach überwinden. Ich weiß inzwischen, dass ich schnell sein kann, wenn ich muss, daher machen mir Besuche des Faulseins keine Angst mehr.



Ivy:

Hörst Du Musik beim Schreiben? Welche Musik hörst Du am Liebsten?



Jenny:

Das ist immer unterschiedlich, aber meist mag ich Musik beim Schreiben, vor allem aber beim Szenenplanen und Plotten sehr gerne. Ich habe zu jedem Roman einen eigenen Soundtrack. Am liebsten mag ich gefühlvolle, aber laute, rockige Musik. Indie- und Alternative-Rock, Punkrock, ein bisschen Grunge, ein bisschen Klassik, hin und wieder etwas Poppiges.



Ivy:

Womit entspannst Du Dich?


Jenny:

Mit Spaziergängen, Autofahrten (ich fahre schrecklich gerne Auto), Touren in den Kletterwald und schönen Büchern.



Ivy:

Du hast eine Leidenschaft für Schwerter, Dolche, Messer. Sammelst Du auch?


Jenny:

Leider nicht. Ich finde, stumpfe Klingen haben etwas Deprimierendes an sich, sie machen mich traurig. Wie Katzen ohne Krallen. Um scharfe Waffen herumliegen zu lassen, bin ich aber zu chaotisch; das würde mit meinen Kindern oder meinen Katzen sicher Unfälle geben.



Ivy:

Kannst Du vom Schreiben leben?


Jenny:

Ich versuche es immer mal wieder, aber hin und wieder muss ich Essen, Trinken oder Schlafen ;-)



Ivy:
Was liest Du selber? Hast Du einen Lieblingsautor?


Jenny:

 Ich lese quer durch die Bank alles, was mich neugierig macht, vor allem aber romantische Fantasy für Jugendliche und Erwachsene. Einen herausstechenden Lieblingsautor habe ich nicht. Wahnsinnig beeindruckt haben mich Ali Shaw („The Girl with Glass Feet“) und Andrew Davidson („Gargoyle“) – aber von beiden ist erst ein Buch am Markt, zu wenig, um sie als „Lieblingsautor“ zu bezeichnen. Ich habe allerdings ein Lieblingsbuch, und das ist „Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis.


Ivy:

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Was ist das erste, auf das dein Blick fällt?


Jenny:

Chaos. Beim Greifen nach der Kaffetasse mit Inhalt (versteckt zwischen drei leeren) fasse ich in Krümel. Es ist ziemlich anspruchsvoll, diese davon abzuhalten, sich in den Ritzen der Tastatur anzusammeln.



Ivy:

Hast Du Testleser für deine Manuskripte?


Jenny:

Ja, und die sind wichtig, denn wenn ich mit einem Manuskript fertig bin, habe ich überhaupt keine Ahnung, ob das nun gelungen ist.


Ivy:
Wie gehst Du beim Schreiben am Manuskript vor? Schreibst Du den Rohentwurf und überarbeitest dann oder versuchst Du von Anfang an "verlagsreif" zu schreiben?


Jenny:

Eine Mischung aus beidem. Ich versuche wirklich, gleich lesbar zu schreiben, bestenfalls natürlich druckreif, aber natürlich wird das nie was. Das ist auch okay, die Überarbeitung ist enorm wichtig und ein Roman braucht diese zwingend, nicht nur stilistisch, sondern auch dramaturgisch, inhaltlich und .. ja, auch emotional muss man überarbeiten, wenn die Gefühle nicht nur den Autor, sondern auch den Leser erreichen sollen.


Ivy:
Welches Urlaubsland bevorzugst Du? Welches Land würdest Du gerne einmal bereisen?


 Jenny:

Mein Traum wäre eine Planwagenfahrt nebst Reitpferd durch Schottland oder Irland. Aber ich möchte auch unheimlich gerne mal nach Afrika und in näherer Zukunft endlich mal nach London. Ich bin leider bisher noch nicht wirklich viel zum Reisen gekommen, aber das folgt noch. Fernweh hab ich für zwei …



Ivy:
Eine böse Hexe verzaubert Dich. In welches Tier oder Wesen bist Du verwandelt?


Jenny:

Wenn sie wirklich böse wäre, würde ich vermutlich als Schmetterling oder als Nachtfalter enden: Ich fürchte mich vor diesen Viechern, finde sie weit grässlicher als Spinnen oder alles, was sonst als „eklig“ gilt. Von daher wäre ein Leben als Falter wohl eine wirklich üble Strafe für mich. Schlimmer wäre es vermutlich nur noch, einen Tag auszusehen wie ein berühmter Popstar; inklusive verrückten Fans und Paparazzi. Gruselig, oder? Da verkrieche ich mich lieber hinter meinem Bildschirm und lege mich mit keiner bösen Hexe an!


Liebe Jenny, vielen Dank für das lustige Interview! :-)

Nybbas Nächte: Schattendämonen 02Phoenixfluch