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Samstag, 29. Oktober 2011

Markus Heitz - Unter Vampiren, Zwergen und Hexen

 Foto: ANHUR.de

Ein dämonisches hallo meine Lieben,

bewacht eure Halsschlagadern und eure saftigen Schenkelchen an diesem Halloween-Wochenende! Es wird gruslig, Vampire, Zombies und Dämonen wandeln unter uns!
Und ausnahmsweise wollen sie uns nicht zu Lustschreien treiben, also tarnt euch, versteckt euch und lest lieber ein gutes Buch!
Vielleicht von Markus Heitz? Ausgewiesener Vampir-Experte (den echten, die, die nicht im Sonnenschein glitzern, als ob sich sich in Glitzer gewälzt hätten) und Zwergen-Bändiger!

Es war ist schon eine Weile her, daß ich Markus begegnete.
Ich hatte gerade eine mehrtägige Sexorgie hinter mich gebracht und versuchte wieder nach Hause zu finden. (Jaa, auch Frauen leiden manchmal unter Gedächtnislücken.)
Mein Weg führte mich am Brocken vorbei.
Es war dunkel, der Wind brauste jaulend durch den Haulewald, Rennschnecken kreuzten meinen Weg und in einiger Entfernung tanzten Zwerge um lodernde Lagerfeuer.
Um die Bergspitze flogen kreischend und lachend Hexen.
Grusliger als sie John Sinclair jemals begegnet sind, doch sie schienen mächtig Spaß zu haben und mir war kalt.
Also gesellte ich mich dazu, denn unter all den Fabelwesen entdeckte ich einen Menschen: Markus Heitz .
Nach einigen Gläsern Butterbier und Kürbissaft hatte ich ihn gefügig gemacht und er gab mir ein Interview (mit der Auflage, es erst zum nächsten Gruselfest online zu stellen ...)

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Interview:

Wie hat Deine Autoren-Laufbahn begonnen?
+++MH: Mit dem ersten Satz... nein, mit 14. Kurzgeschichten, die immer länger und länger wurden. Bis ein Roman entstand.

 
Wie sieht der typische Arbeitsalltag von Markus Heitz aus?
+++MH: Von 9 bis 17 Uhr sitze ich am Hauptprojekt, danach mache ich, was mich kreativerweise anspringt, von Musik bis Ideen aufschreiben.

Wo schreibst Du?
+++MH: Überall. Laptop ist eine tolle Erfindung.

Hörst Du Musik während des Schreibens? Welche?
+++MH: Meistens Soundtracks, aber auch mal Gruftiges, Aktuelles, Klassisches - ich muss es mögen, das ist die Maxime. :o)

 
Schreiben Männer anders als Frauen?
Produkt-Information+++MH: Äh... DAS ist mal eine lustige Frage! Und ich muss sagen: keine Ahnung. Kann ja nur von mir ausgehen, und müsste mir überlegen, wie ich als Frau schriebe... mh... die Antwort schiebe ich. :o)

An was arbeitest Du gerade? Darfst Du darüber sprechen?
+++MH: Momentan sitze ich an der Überarbeitung von ONEIROS-TÖDLICHER FLUCH. ONEIROS-Tödlicher Fluch; erscheint im Mai 2012. Und wie ich schon andeutete, geht es dabei weder um Werwölfe noch um Vampire noch um Dämonen.
Wenn man Schlaglichter setzen müsste, könnte es ungefähr so klingen: In Leipzig hütet ein Thanatologe ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin unsägliche Experimente durch, in Paris rast ein vollbesetzter Airbus A380 nach der sicheren Landung in ein Flughafenterminal und richtet ein Inferno an.
Wie hängen diese drei Dinge zusammen?
Nun, die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug auf das Gebäude traf!
Sie starben gleichzeitig, innerhalb von Sekunden nach der Landung.
Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter und Thanatologe aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich, den manche auch Gabe nennen.
Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht …
Das muss erst einmal als geheimnisvoll-mystischer Teaser reichen. Demnächst dann mehr dazu.

Andeuten kann ich noch, dass es um ein sehr, sehr altes Geheimnis geht, das die Menschheit von Beginn an fasziniert. Auf die Reaktionen auf den Roman bin ich jetzt schon sehr, sehr gespannt. Und ich denke nicht, dass etwas Vergleichbares auf dem Markt ist. Na, zumindest hoffe ich es. Wie die meisten Kreativen. Ohne "sehr".

Ich schreibe ja Erotik und bei diesem Genre gibt es ja das Vorurteil, die/der Autor/in hat alle Szenarien selbst ausprobiert.
+++MH: Wäre das schlimm? Stelle ich mir eher reizvoll vor, wenn man zu nichts gezwungen wird.


Welche Vorurteile gibt es für Autoren/innen Deines Genres?
+++MH: Ich vermute, dass man ständig säuft, Kinder opfert, immer an der Schwelle zum Amokläufer steht, niemals lacht ... so in der Art.

 
Du hast bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, eine - vermute ich mal - stabile Fangemeinde.
Deprimieren Dich noch einzelne negative Kritiken?
+++MH: Es hängt davon ab, wie sie geschrieben wird. Deprimierend ist eher, wie wenige Gedanken sich manche beim Verfassen der Rezis machen. Aber wenn sich jemand Mühe gibt, konstruktive Kritik zu geben, respektiere ich das.

 
Googelst Du Deinen Namen?
+++MH: Natürlich aus rein fachlichen Gründen, um Rezensionen oder Bilder zu finden, die nicht freigegeben sind, d.h. Aufnahmen von professionellen Fotografen, welche die Bildrechte haben. Die Leute warne ich dann vor. Aber nur meinen Namen alleine und aus Spaß an der Freude, eher nicht.

Schreibst Du Romane, die Du selber gerne lesen würdest?
+++MH: Ich schreibe NUR Romane, die mir thematisch gefallen. Das ist mein Hauptantrieb: der Spaß am Geschichten erzählen. Das würde ich auch tun, wenn ich kein Geld damit verdiente.

Wer sind Deine Vorbilder?
+++MH: Ich habe keine. Kein Scherz.

Denkst Du, es gibt ein Genre, das schwerer zu schreiben ist, als andere?
+++MH: Nein. Wenn man von einer Geschichte gepackt wird, fällt alles leicht.

Wenn Du nicht Du wärst, mit wem würdest Du gerne tauschen?
+++MH: Bill Gates. Nicht weil er unendlich reich ist und ich nicht mehr arbeiten müsste (nicht vergessen: Mir macht meine Arbeit Spaß!!!), sondern weil ich dann mit dem Geld SO VIELE tolle Projekte anleiern könnte, von kreativ bis karitativ. Ich meine, wozu sind die ganzen Milliarden denn sonst da?

Freitag, 28. Oktober 2011

Ein Klick zum Interview eurer Wünsche :-)

Hallo ihr Lieben,

da es langsam doch unübersichtlich wurde mit allen Intervies und sie teilweise nicht mehr zu sehen waren, habe ich eine Seite mit Links zum jeweiligen Interview erstellt:

Alle Interview nur einen zweiten Klick entfernt


Außerdem *trommelwirbel* *fanfarentusch* passend zum bevorstehenden Halloween:

Ein Interview mit dem Vampirfürsten und Zwergenbändiger Markus Heitz!

Liebe Grüße, Ivy

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Schwer bewaffnet mit Jenny Benkau auf der Autobahn

Hallo meine Lieben,

Bilder von Jennifer Benkaues wird Zeit für ein neues Interview.

Diesmal wagte ich mich an ein Meeting mit Jennifer Benkau, Autorin von  "Nybbas Träume" , "Nybbas Nächte 02: Schattendämonen"  und "Phoenixfluch" 




Und natürlich habe ich für ein gutes Interview Dinge gewagt, die jenseits von Gut und Böse liegen.

Wir trafen uns auf einem Autobahn-Rastplatz irgendwo in der Mitte Deutschlands.
Ich wunderte mich über diesen seltsamen Treffpunkt. Schließlich sind Autoabgase nicht unbedingt förderlich für die Hirnleistung.

Ein knallroter Ferrari bremste mit quietschenden Reifen neben mir.
Ich kollabierte beinahe vor Schreck.
Die Autotür wurde geöffnet und die elfengleiche Jenny blinzelte mich an.
"Schwing dich rein".
Nun ja, elegant und graziös in einen tiefergelegten Ferrari zu gleiten, erfordert doch mehr Übung, als ich sie besitze.
Ich hatte eben die Hosenträgergurte geschlossen, da gab Jenny auch schon Gas.
Meine nervösen Blicke auf den Rücksitz bemerkte sie zum Glück nicht.
Eine ganze Sammlung scharf blitzender Dolche, Messer und Schwerter lag dort.
Ich hoffte, Jenny liebte einfach nur das Betrachten der Waffen ... und nicht deren Benutzung ...


Interview:


Ivy:

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?



Jenny:   

 Ich gehöre zu denen, die schon als Kind geschrieben haben, mit dem Erwachsenwerden schlief meine Schreiblust allerdings ein. Irgendwann kam ich über Fanfiktion und Online-Harry-Potter-Übersetzungen wieder an die Schreibmaschine, bzw. den PC. Dass ich einen eigenen Roman schreiben muss, wurde mir dann - ganz klassisch – an dem Morgen klar, als ich mit einer Geschichte im Kopf aufwachte. Und einmal infiziert, wurde ich den Autorenvirus nicht mehr los.



Ivy:

Schreibst Du drauflos oder erstellst Du erst einmal ein genaues Handlungsschema, Plot, Pitch, Charakterprofile ....




Jenny: Früher habe ich drauflos geschrieben. Erstaunlicherweise ging das immer am Schluss auf, obwohl ich zwischendurch oft vollkommen ahnungslos war, wie ich die Welt noch retten sollte. Inzwischen möchten Agent und Verlage aber vorher einen Eindruck haben, was ich wohl abliefern werde. Ich schreibe also zumindest ein grobes Exposé und eine Figurenliste mit den wichtigsten Merkmalen. Ich halte mich allerdings nicht immer an meine Pläne – oft haben die Figuren spontan einfach viel bessere Ideen.



Nybbas Träume: Schattendämonen 01Ivy:

Arbeitest Du momentan wieder an einem Roman?


Jenny:

Aber natürlich. Immer :-)


Ivy:

Wenn ja, wovon handelt er?


Jenny:

 Ich schreibe gerade am dritten und finalen Teil der Schattendämonen-Trilogie. Der Titel – Nybbas Blut – verrät, worum es geht: Ich kämpfe tüchtig mit meinem Lieblingsdämon.

Parallel dazu führe ich die letzten Korrekturen an einer Dystopie für junge Erwachsene aus, die unter dem Titel „Dark Canopy“ im März im Verlag script5 erscheinen wird.



Ivy:

Hast Du einen Agenten?

Jenny:

 Ich werde von der Literaturagentur Thomas Schlück GmbH vertreten, ja.


Ivy:

Wenn ja, was ist der Vorteil von einer Agentur vertreten zu werden?



Jenny:

Ich würde so weit gehen, zu behaupten, dass es heute für neue, unbekannte Autoren kaum noch Alternativen gibt. Unverlangt eingesandte Manuskripte kommen bei den Verlagen in solchen Mengen an, dass es nahezu unmöglich ist, aus diesen noch herauszustechen. Der Agent macht eine Vorauswahl, kennt den Markt und die Lektoren, mit denen er zusammenarbeitet; er weiß, welches Manuskript wo eine Chance hat und welche Ideen eher schwer zu vermitteln wären. Zudem kümmert er sich um alles, wenn es mal ein Problem gibt. Ich würde auf meinen Agenten um keinen Preis verzichten wollen, weil er meine Titel auf eine Art einschätzen kann, die mir verwehrt bleibt: Er sieht sie weniger emotional behaftet sondern mit dem Blick auf die Verkäuflichkeit. Wenn man nicht nur schreiben sondern auch erfolgreich veröffentlichen will, ist das unerlässlich.



Ivy:

Du hast auch Familie. Wie und wann schreibst Du?



Jenny:

Ich nehme mir die Zeit, wo ich sie bekommen kann. Ideal wäre das Schreiben am Vormittag, wenn die Kinder in Schule und Kindergarten sind. Leider bin ich vormittags zu faul ;-) also muss ich damit leben, nicht „in Ruhe“ schreiben zu können, sondern im täglichen Tohuwabohu.



Ivy:

Hältst Du Lesungen?


Jenny:

Schrecklich gerne, wann immer sich die Möglichkeit bietet.


Ivy:

Schreibblockaden: Kennst Du das? Was ist Dein persönlicher Tipp dagegen?


Jenny:

Schreibblockaden kenne ich nicht – aber ich kenne das Faulsein sehr gut, Faulsein und ich sind sehr gute Freunde, wir treffen uns regelmäßig. Was hilft? Eine Weile Pause einlegen, etwas anderes machen, ein Buch lesen, Schrott im TV anschauen, die Deadline näher und näher kommen sehen … und sich irgendwann einfach überwinden. Ich weiß inzwischen, dass ich schnell sein kann, wenn ich muss, daher machen mir Besuche des Faulseins keine Angst mehr.



Ivy:

Hörst Du Musik beim Schreiben? Welche Musik hörst Du am Liebsten?



Jenny:

Das ist immer unterschiedlich, aber meist mag ich Musik beim Schreiben, vor allem aber beim Szenenplanen und Plotten sehr gerne. Ich habe zu jedem Roman einen eigenen Soundtrack. Am liebsten mag ich gefühlvolle, aber laute, rockige Musik. Indie- und Alternative-Rock, Punkrock, ein bisschen Grunge, ein bisschen Klassik, hin und wieder etwas Poppiges.



Ivy:

Womit entspannst Du Dich?


Jenny:

Mit Spaziergängen, Autofahrten (ich fahre schrecklich gerne Auto), Touren in den Kletterwald und schönen Büchern.



Ivy:

Du hast eine Leidenschaft für Schwerter, Dolche, Messer. Sammelst Du auch?


Jenny:

Leider nicht. Ich finde, stumpfe Klingen haben etwas Deprimierendes an sich, sie machen mich traurig. Wie Katzen ohne Krallen. Um scharfe Waffen herumliegen zu lassen, bin ich aber zu chaotisch; das würde mit meinen Kindern oder meinen Katzen sicher Unfälle geben.



Ivy:

Kannst Du vom Schreiben leben?


Jenny:

Ich versuche es immer mal wieder, aber hin und wieder muss ich Essen, Trinken oder Schlafen ;-)



Ivy:
Was liest Du selber? Hast Du einen Lieblingsautor?


Jenny:

 Ich lese quer durch die Bank alles, was mich neugierig macht, vor allem aber romantische Fantasy für Jugendliche und Erwachsene. Einen herausstechenden Lieblingsautor habe ich nicht. Wahnsinnig beeindruckt haben mich Ali Shaw („The Girl with Glass Feet“) und Andrew Davidson („Gargoyle“) – aber von beiden ist erst ein Buch am Markt, zu wenig, um sie als „Lieblingsautor“ zu bezeichnen. Ich habe allerdings ein Lieblingsbuch, und das ist „Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis.


Ivy:

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Was ist das erste, auf das dein Blick fällt?


Jenny:

Chaos. Beim Greifen nach der Kaffetasse mit Inhalt (versteckt zwischen drei leeren) fasse ich in Krümel. Es ist ziemlich anspruchsvoll, diese davon abzuhalten, sich in den Ritzen der Tastatur anzusammeln.



Ivy:

Hast Du Testleser für deine Manuskripte?


Jenny:

Ja, und die sind wichtig, denn wenn ich mit einem Manuskript fertig bin, habe ich überhaupt keine Ahnung, ob das nun gelungen ist.


Ivy:
Wie gehst Du beim Schreiben am Manuskript vor? Schreibst Du den Rohentwurf und überarbeitest dann oder versuchst Du von Anfang an "verlagsreif" zu schreiben?


Jenny:

Eine Mischung aus beidem. Ich versuche wirklich, gleich lesbar zu schreiben, bestenfalls natürlich druckreif, aber natürlich wird das nie was. Das ist auch okay, die Überarbeitung ist enorm wichtig und ein Roman braucht diese zwingend, nicht nur stilistisch, sondern auch dramaturgisch, inhaltlich und .. ja, auch emotional muss man überarbeiten, wenn die Gefühle nicht nur den Autor, sondern auch den Leser erreichen sollen.


Ivy:
Welches Urlaubsland bevorzugst Du? Welches Land würdest Du gerne einmal bereisen?


 Jenny:

Mein Traum wäre eine Planwagenfahrt nebst Reitpferd durch Schottland oder Irland. Aber ich möchte auch unheimlich gerne mal nach Afrika und in näherer Zukunft endlich mal nach London. Ich bin leider bisher noch nicht wirklich viel zum Reisen gekommen, aber das folgt noch. Fernweh hab ich für zwei …



Ivy:
Eine böse Hexe verzaubert Dich. In welches Tier oder Wesen bist Du verwandelt?


Jenny:

Wenn sie wirklich böse wäre, würde ich vermutlich als Schmetterling oder als Nachtfalter enden: Ich fürchte mich vor diesen Viechern, finde sie weit grässlicher als Spinnen oder alles, was sonst als „eklig“ gilt. Von daher wäre ein Leben als Falter wohl eine wirklich üble Strafe für mich. Schlimmer wäre es vermutlich nur noch, einen Tag auszusehen wie ein berühmter Popstar; inklusive verrückten Fans und Paparazzi. Gruselig, oder? Da verkrieche ich mich lieber hinter meinem Bildschirm und lege mich mit keiner bösen Hexe an!


Liebe Jenny, vielen Dank für das lustige Interview! :-)

Nybbas Nächte: Schattendämonen 02Phoenixfluch




Freitag, 21. Oktober 2011

Lesung mit Axel Gora besucht und wie sich alte Weisheiten bestätigen

Hallo meine Lieben,

nachdem diese Woche in Augsburg lesungtechnisch der Punk abgeht ;-) , wollte ich natürlich mittendrin sein.

Wie der eine oder die andere ;-) sich erinnern werden, gebe ich am Freitag, den 18.11. um 20.00 Uhr im Beauty One, Augsburg meine erste eigene Lesung. (Freut euch, ihr werdet erfahren, wie Holz hilft Schwangerschaften zu verhüten und und warum Dildos medizinische Hilfsmittel sind ...)

Aus diesem Grunde dachte ich, es wäre unter anderem sinnvoll mal zu sehen, wie andere Autoren ihre Lesungen abhalten.
Aveleen Avide habe ich ja schon beobachtet :-), jetzt kam also Axel Gora dran.
Wobei ich gestehen muß, beinahe wäre ich zu Peter Dempf gegangen, aber am Dienstag lag ich lieber kartoffelig auf dem Sofa.
Außerdem las ich diese Woche in der AZ ein Interview mit Axel Gora, das kombiniert mit einem Foto von ihm, aktivierte diverse Erinnerungsknotenpunkte in meinem verwinkelten Gehirn.
Ich habe Axel vor Urzeiten auf einem VHS-Kurs kennengelernt.
Dunkel erinnerte er sich sogar an mich. (Ob das für oder gegen mich spricht, möchte ich nicht wissen ;-) )
Ehrensache, daß ich dann mal gucke, was ein alter, egal wie flüchtiger, Bekannter so treibt ;-)

Axels Lesung war anders als die Aveleens.
Fast logisch, Axel las im Thalia Buchladen, und es war ein historischer Roman "Das Duell der Astronomen", eine Geschichte um eine Zeit, in der Kirche und weltliche Macht um die Vorherrschaft ringen. Er erzählt von widerstreitenden Weltbildern, faszinierenden wissenschaftlichen Entdeckungen und von einer großen Liebe.
Umrahmt wurde das ganze von Geigenmusik. (Live ;-) )

Auch diese Lesung gefiel mir, wobei mir die anschließende Frage-Antwort-Runde klar machte: Historische Romane werde ich nie schreiben.

Dieser Aufwand an Recherche! Mir reicht ja schon die Recherche zu den historischen Teilen meiner kommenden Romane. (Auch Roman Nr. 3 wird in der Vergangenheit spielen.)
Da ich den Anspruch zu erfüllen versuche, möglichst akkurate Recherche-Ergebnisse zu finden, würde mich die Vorarbeit zu einem historischen Roman an den Rande eines Burn-out treiben (oder mitten hinein.)
Und somit kann ich eins versprechen: Nach Roman Nummer 3 wird es wieder einen Gegenwartsroman geben. Ich muß mal relaxen ;-)

Liebe Grüße, Eure Ivy

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Erste Neuigkeiten zu meinem neuen Roman "Tigerlilie"

Hallo ihr Lieben,

ER ist in der Vorschau! *jubel*

Mit großer Freude kann ich verkünden: Im Dezember ist "Tigerlilie" bestellbar.

*mega-freu*
Wenn das nicht die Energien für Manuskript Nummer 3 pusht, weiß ich auch nicht ;-)

Liebe Grüße, eure Ivy

Dienstag, 18. Oktober 2011

Komme aus dem Kosmetikstudio

Hallo ihr Lieben,

ich komme gerade aus dem Kosmetikstudio Beauty One zurück.

Da hängen schon die Werbezettel und die Vorankündigung für meine Lesung aus!

*freu*
Die Visitenkarten, Foto und Lebenslauf von mir wurde auch ganz liebevoll aufgebaut (Herbstdeko - ich liebe es!)

Außerdem habe ich heute eine spez. Übungsstunde zum Thema "Betonung" hinter mir.

Da stört mich nicht mal mehr, daß sie im Kosmetikladen meinen Schminktermin versemmelt haben....

Außerdem: Mein Regency-Roman kam gestern aus dem Lektorat zurück - und ist schon wieder dort ;-) .

Ach, und die Sonne scheint!

Ist das Leben nicht herrlich?

Liebe Grüße, Ivy

Freitag, 14. Oktober 2011

5 positive Bewertungen auf Amazon! *megafreu*

Hallo ihr Lieben!

soooo, ich habe heute ein besonders leckeres Dessert bekommen:

Eine fünfte, positive Bewertung für meinen Ghost Lover auf Amazon - von einem Mann!

Hier geht´s ist der Link: Ghost Lover by Ivy Paul

Und jetzt gehe ich googeln, was ein Postulat gegen die Egalisierung ist.... Hört sich irgendwie unanständig an ... *clownsüppchen-geschlürft-habe* ;-)

Liebe Grüße, Eure Ivy

Traut euch! :-)

Hallo ihr Lieben,



vielleicht hinterläßt der/die ein oder andere einen kleinen Kommentar?

Wie gefällt euch mein Blog? Die Interviews?

Wollt ihr mehr? Anderes?

Liebe Grüße, Ivy

Dienstag, 11. Oktober 2011

Kerstin Gier - Auf Du und Du mit Esel und (Rampen-)Sau

Wieder brach ein Tag herein ... völlige Ereignislosigkeit gepaart mit Langeweile ließen mich erschaudern.

Was sollte ich nur anstellen? Wen um ein Date bitten?

Mir war nach Humor, Unterhaltung und einer Gleichgesinnten.
Warum nicht so wagemutig und eine andere Autorin um ein Interview bitten?

Tatsächlich ließ sich Kerstin Gier bezirzen, mit mir zu sprechen :-) , allerdings erst nachdem ich das Oberhaupt der Müttermafia, Constanze , in der Insektensiedlung aufgesucht hatte und mir ihre Erlaubnis mit Schokolade und Wein erkaufte. ;-)


Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner: Roman
Daraufhin verabredeten wir uns im Zoo.

Zwischen Esel-Gehege und Rampensau-Pferch wartete ich auch Kerstin, die kurz darauf vom Himmel segelte.
In der Hand einen großen Schirm und unter den Arm gequetscht eine große Doktortasche, die Mary-Poppins der humorvollen Frauenromane.



Interview


Kerstin, wie hat Deine Karriere als Autorin angefangen?

 Mit einem Manuskript, das aus Briefen an meine Freundin entstanden ist. "Männer und andere Katastrophen". Damit die Freundin sich nicht langweilte, habe ich immer mehr dazu erfunden, und schließlich war es so derart erstunken und erlogen, dass ich einen Roman daraus gemacht habe. Genau zu einer Zeit, in der ich nach dem Studium um, sagen wir mal, berufliche Orientierung bemüht war. Der Beruf einer freiberuflichen Schriftstellerin war immer mein geheimer Traum, und deshalb war ich sehr glücklich, dass ich ihn so früh verwirklichen konnte.



Hast Du Deine Manuskripte an viele Verlage schicken müssen?

Nein. Ich hatte es nur dem Bastei-Lübbe-Verlag gegeben, und die wollten es auch sofort haben und haben mir im selben Jahr zwei Folgeverträge angeboten. Glücklicherweise.




Wolltest Du schon einmal in einem anderen Genre schreiben?

Nein, ich glaube, ich bin bei den Komödien ganz gut aufgehoben, egal ob für Erwachsene oder für Kinder.




Wie viel Kerstin Gier steckt in Deinen Romanen?

 Immer ein bisschen - das geht ja auch gar nicht anders. Ich verteile aber meine guten und schlechten Charaktereigenschaften gleichmäßig auf alle Figuren, wenn ich kann.



Bist Du privat auch ein lustiger Mensch oder eher nicht?

Manchmal.



Wie können wir uns einen typischen Arbeitstag in Deinem Leben vorstellen?

Laaaangweilig: Aufstehen, Kind wecken, frühstücken, schreiben, Mittagessen kochen, Essen, Hausaufgaben betreuen, Mama-Taxi spielen, Mails und Interviews beantworten, Recherchieren, bei Facebook rumgammeln, ups, und dann ist es auch schon Zeit für das Abendessen. Im Idealfall ist danach Feierabend ... die Hausarbeit wird irgendwann zwischendurch erledigt (oder eben gar nicht), es kommen durchaus gute Ideen, wenn man Handtücher zusammenlegt.



Bist du eine organisierte Schreiberin oder arbeitest Du eher drauflos und bringst Deine Manuskripte hinterher in Form?

Nein, ohne eine gründliche Planung fange ich gar nicht an.

  

Was oder wer inspiriert Dich?

Geschichten aller Art inspirieren mich - ein Leben ohne Bücher kann ich mir nicht vorstellen. Filme mag ich auch. Und Musik.



 Hörst Du Musik beim Schreiben?

Manchmal, ja, um bei bestimmten Szenen in eine bestimmte Stimmung zu kommen.



Wie sieht dein Schreibplatz aus?

Nichts Besonderes: Bildschirm, Tastatur, Bücher, Papier, Stifte, Krempel. Und meistens eine Katze, die die Stifte mit ihren Pfötchen runterschmeißt.



Hast Du Kinder?

Einen zwölfjährigen Sohn, der leidenschaftlicher Leser von Gregs Tagebüchern ist, aber sonst leider Lesen noch nicht als Hobby entdeckt hat.




Hast Du Haustiere?

Ja. Zwei Tigerkatzen namens Mim und Merlin.



Du hast dieses Jahr eine aufregende Urlaubsreise unternommen. Wohin ging es und was war das interessanteste Erlebnis?


Ich durfte diesen Sommer mit meiner wunderbaren Agentin und meiner Familie nach New York fliegen und mich dort u.a. mit den amerikanischen Verlegern der Edelsteintrilogie treffen. Eine herrliche, aufregende und schlaflose Woche haben wir in New York verbracht, dann ging es auf der Queen Mary 2 zurück über den Atlantik. Die Passage habe ich uns mit einer Lesung verdient. Das war auch großartig, unterwegs haben wir Wale gesehen und Delphine und die schönsten Sonnenuntergänge ever.



Kannst Du noch unerkannt einkaufen gehen?

Na klar, das ist ja das Gute am Schriftstellerdasein, wenn überhaupt, dann kennen die Leute die Bücher, aber nicht den Menschen, der sie geschrieben hat. Man muss sich höchst selten auf roten Teppichen sehen lassen und sitzt ja überwiegend im stillen Kämmerlein :-)

  

Was ist das tollste, das Dir seit Deiner Laufbahn als Autorin passiert ist? (von der Erstveröffentlichung mal abgesehen.  )

Schwer zu sagen, was das Tollste war: Es gab einige Begegnungen mit Lesern, die mich unheimlich berührt und gefreut haben, außerdem war es ein großartiges Gefühl, das eigene Buch das erste Mal unter den Top 20 der Spiegelbestseller zu sehen. Und dieses Jahr, als ich die amerikanischen Verleger von "Ruby red" in New York kennen lernen durfte, war ich auch seeehr glücklich.



Im Zuge der Frankfurter Buchmesse geht es durch diverse Medien, daß Autoren öffentliche Personen sind, die aus der Schreibstube hinaus in die Welt müssen, um erfolgreich zu sein.

Wie siehst Du das? Wie wichtig ist es, Interviews zu geben, auf verschiedenen Plattformen (Facebook, Twitter z.B.)  online zu sein und Lesungen abzuhalten?

Ich glaube, dass es nichts schadet, wenn man sich auch "da draußen" präsent zeigt und mit den Lesern in direktem oder indirektem Kontakt steht. Das macht ja auch sehr viel Spaß. Allerdings ist es natürlich auch zeitaufwendig, man kann sich vor allem mit Facebook und Co. sehr schnell verzetteln. Und das geht dann auf die Schreibzeit ...



Welchen Tipp hättest Du für jemanden, der veröffentlicht werden will?

Ich glaube ja fest daran, dass man Erfolg hat, wenn man genau das schreibt, was man selber am liebsten lesen würde.



 Was rätst Du jemandem, der seine Erstveröffentlichung erreicht hat?

 Jetzt geht es ja erst richtig los. Also: Einfach dranbleiben, den Spaß nicht verlieren ...



Liebe Kerstin, vielen Dank für das Interview!

Danke, ebenfalls.


Samstag, 8. Oktober 2011

Einmal ein paar Fotos: Ivy in Paris ....

Hallo ihr Lieben,

ich wollte ja schon ewig Fotos posten. Endlich habe ich mal Muse, mich durch hunderte Fotos zu quälen ;-)




... falls ihr es noch nicht wusstet ...

Freitag, 7. Oktober 2011

Ivy Pauls erste Lesung: 18.11.11

Hallo meine Lieben,

endlich ist es soweit!

Ich kann mit Freude den Termin meiner ersten Lesung bekannt geben:

Am 18. November 2011 um 20.00 Uhr  im Kosmetikstudio Beauty One, Augsburg

liest Ivy Paul aus ihrem erotischen Debütroman "Ghost Lover".

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Erlebt die romantische Sinnlichkeit des Romans und erwartet gespannt eine erste Leseprobe aus meinem demnächst erscheinenden, zweiten Roman!

Stellt mir Fragen, die ihr schon immer an eine (erotische) Autorin loswerden wolltet!


Kartenvorverkauf und Reservierung:

Beauty One
Konrad-Adenauer-Allee 13 (Nähe HBF - Königsplatz)
86150 Augsburg

Tel. 0821 - 3 19 75 40

Eintrittspreis: 8,- Euro (Begrüßungsdrink inkl.)

Ich freue mich über euer Erscheinen!

Liebe Grüße, Ivy Paul

Dienstag, 4. Oktober 2011

Ivy Pauls Antenne Bayern - Interview

Hallo ihr Lieben,

hier ist er also, der hörbare Beweis, für alle, die es am Donnerstag, 29.08.2011 nicht mitbekamen:

Das Interview und die vertonte Leseprobe zu meinem "Ghost Lover" :-)

Ivy Paul bei Antenne Bayern

In den Hauptrollen:

Erzähler : Florian Weiß

Marcus Stapleton : Stefan Meixner

Ella Francke : Ivy Paul

Ich hoffe, ihr genießt es ebenso wie ich!

Jetzt müssen die Moderatoren natürlich alle meine folgenden Bücher kaufen ..., zur Kontrolle, ob sie mich inspiriert haben ;-)

Liebe Grüße, eure Ivy

PS: Eine weitere Leseprobe gibt es natürlich auch auf der Plaisir d`Amour-Verlagsseite!

Chris Lind - Mit dem Kamel quer durch New York

Es wurde wieder einmal Zeit für ein Interview.
Jede Faser meiner Finger brannte darauf, in die Tasten zu hauen.
Ich erinnerte mich an Chris Lind, die Autorin von "Die Geliebte des Sarazenen"
Wir hatten uns ja seinerzeit auf der BLC so gut unterhalten und überhaupt ...

Ich dachte nach ...


Meine Tochter reichte mir die Zügel.
"Es ist ganz einfach," meinte sie. "Rauf auf das Wüstenschiff und den Rest macht das Kamel."
Ich war mir nicht sicher, doch ich vertraute meiner Tochter. Obwohl ich irgendwie glaubte, etwas Wichtiges vergessen zu haben.

Manhattan war eine Katastrophe.
Überfüllt, laut, hektisch. Wenigstens hatte das Kamel die Ruhe weg und ich saß so gemütlich im Hello-Kitty-Sattel, daß ich gelassen darüber hinwegsehen konnte.
Das Kamel trug mich in den Central Park.
Einige Pferdekutschen standen da, warteten auf Kundschaft und die Droschker starrten uns mit offenen Mündern an.
Neid im Blick ... ja, das liebe ich. Es gibt nichts fieseres als Neid!

Grummelnd saß ich auf meinem Kamel und wurde endlich für meine Mühe belohnt.
Chris Lind kam mir entgegen. Unerklärlicherweise ritt sie auf einer Kanonenkugel wie einst Münchhausen.
"Sie haben Post", sagte sie. Und dann noch einmal untermalt mit Biepen: "Sie haben Post!"
Mein Kopf fuhr hoch.
Ich saß am Schreibtisch.
Zuhause.
Mein Email-Account war geöffnet.
Und ich habe KEINE Tochter.




Warum schreibst Du historische Romane?

Weil ich das Recherchieren liebe und die Möglichkeit, in eine andere Zeit einzutauchen und etwas über vergangene Epochen zu lernen.



Auf Amazon sind sich die Leser ja nicht ganz einig, ob Du jetzt einen historischen Roman oder einen historischen Liebesroman geschrieben hast. Welches Subgenre ist "Die Geliebte des Sarazenen" denn?

Wenn ich ganz ehrlich bin, ein historischer Roman mit einem etwas unglücklichen Titel;-)

In „Die Geliebte des Sarazenen“ spielt Liebe zwar eine große Rolle, allerdings nicht nur die Liebe einer Frau zu einem Mann, sondern als wichtiger Motivator die Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter.



War es schwer für Dich, Dich in die Protagonistin hineinzuversetzen, die - wie in einer Rezi beschrieben wurde - z.B. noch nie ein Kamel sah, und Du quasi mit ihren Augen sehen musstest?

Nachdem ich einiges über die Zeit der Kreuzzüge recherchiert hatte und die Figur meiner Heldin entwickelt hatte, die ja nach einem Klosterleben als unglückliche Ehefrau wenig Lebenserfahrung sammeln konnte, habe ich mich gefragt, was eine Reise wohl für jemand eher Unbedarften bedeutet. Was würde jemand, die noch nie weit aus Braunschweig herausgekommen ist, wohl denken, wenn sie plötzlich mit Tieren konfrontiert ist, die sie nie gesehen hat und die sie auch nicht kennen kann. Von da ab schrieb sich die Kamelszene (eine meiner Lieblingsszenen) von selbst.



Seit wann schreibst Du?

Belletristisch mit dem Ziel der Veröffentlichung seit dem Jahrtausendwechsel. Vorher „nur“ Tagebuch und fachwissenschaftliche Artikel und Bücher die andere handwerkliche Fähigkeiten erfordern. Den Anstoß zum Schreiben gab die Midlife-Crisis. 1999 saß ich in Bremen mit einer Freundin auf deren Dachterasse und wir überlegten, gemeinsam einen Krimi zu schreiben. Leider haben wir das Manuskript aus Zeitgründen nie beenden können, aber ich war vom Schreibvirus infiziert. Ich habe Schreibratgeber gelesen, Fortbildungen besucht, erste Kurzgeschichten bei Wettbewerben eingereicht und schließlich den ersten Roman (für die Schublade) geschrieben.


Welche(r) Autor(in) inspiriert Dich?

Inspiration ist ein sehr großes Wort. Ich weiche aus auf die Autorinnen und Autoren, deren Bücher mir viel bedeutet haben. Das reicht von Jules Verne und Karl May über – ganz klassisch – Hermann Hesse, Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch bis hin zu Sylvia Plath, Marilyn French, Marion Zimmer Bradley, Isabelle Allende, natürlich J. R. R. Tolkien. Morgen fallen mir bestimmt noch andere ein, die ich eigentlich unbedingt hätte nennen müssen, wie Michael Ende oder Douglas Adams.



Wie und wann recherchierst Du?

Ich vertraue – ganz altmodisch – Büchern mehr als dem Internet und verbringe viel Zeit in der Kasseler Stadtbibliothek und der Unibibliothek. Wenn es möglich ist (und finanziell leistbar) besuche ich die Handlungsorte. In Braunschweig habe ich mir das Stadtmuseum angesehen und bin auf den Wegen meiner Heldin gelaufen. Für Jerusalem und Venedig reichte das Budget leider nicht.

Da ich ein sehr visueller Mensch bin, schaue ich zur Recherche Dokumentationen und Filme. „Königreich der Himmel“ und „Arn der Kreuzritter“ kann ich nur empfehlen.



Waren die Recherchen aufwendig?

Oh ja. Wenn ich das vorher geahnt hätte, …

Am aufwändigsten war es, Informationen über das Alltagsleben im 12. Jahrhundert zu finden. Die Frage, wie lange meine Heldin für den Weg von Braunschweig nach Jerusalem benötigt, hat mich lange beschäftigt, bis ich endlich auf Reiseberichte von Pilgern gestoßen bin. Die Reise dauerte übrigens knapp drei Monate.



Wie gehst Du vor? Planst Du Deinen Plot/Story/Szenen und Charaktere vorher?

Nachdem sich eine Idee festgesetzt hat und geschrieben werden will, überlege ich mir den Anfang und das Ende der Geschichte, entwickele die Figuren und beginne dann, drauflos zu schreiben. Bunt durcheinander. Szenen, die mir einfallen und die sich aus der Dynamik zwischen den Figuren und Anfang und Ende ergeben. Nachdem ich so um die 100 Seiten geschrieben habe, nehme ich den Entwurf als Skelett für das geplante Buch und beginne, systematisch und handwerklich zu arbeiten. Soll heißen, ich lege die Wendepunkte fest, schaffe Bezüge zwischen den Szenen und lasse die Figuren sich entwickeln.

Versuche, bereits von Beginn an zu plotten und einen Kapitelplan vorab zu entwerfen, haben für mich nicht funktioniert.



Wie hast Du das Schreiben gelernt?

Angefangen habe ich damit, mich durch die vielfältige und bunte Welt der Schreibratgeber zu lesen und auch durchzuarbeiten. Parallel habe ich Schreibkurse besucht und viel geschrieben.

Sehr hilfreich war eine Online-Schreibgruppe, der Schreibzirkel, in dem wir intensiv an Kurzgeschichten gearbeitet haben.



Schreibst Du in mehreren Genres? Welche?

Weil es mir immer schwer fällt, mich festzulegen und zu entscheiden, schreibe ich in unterschiedlichen Genres. Neben dem historischen Roman schreibe ich Fantasy und Phantastik, ab und zu Science Fiction, „klassische“ Kurzgeschichten und Jugendbücher.

Obwohl ich gerne Krimis lese, gelingen sie mir einfach nicht.



Welches Genre fällt Dir am Leichtesten zu schreiben?

Mmh, die Leichtigkeit des Schreibens hängt für mich von der Geschichte ab. Mit machen muss ich kämpfen und mich sehr quälen; andere „fliegen“ mir zu und schreiben sich fast von selbst. Rate mal, was häufiger vorkommt;-))



Hast Du bestimmte Rituale, vor, während oder nach dem Schreiben?

Nein. Doch. Ich lege mir Listen an, was ich wann schaffen will und bin hinterher frustriert, weil ich meistens nicht alles erledigt habe.



Was tust Du um Kraft zu schöpfen und/oder neue Ideen zu finden?

Neue Ideen entwickele ich bevorzugt kurz vor dem Einschlafen, in der Badewanne oder beim Joggen – also immer, wenn ich keinen Stift und kein Notizbuch dabei habe. Inzwischen betrachte ich das als Härte-Test für Ideen. Wenn sie richtig gut sind, kommen sie wieder, nachdem ich endlich Stift und Notizbuch gefunden habe.



Wie viel und was liest Du?

Seitdem ich selbst schreibe, habe ich weniger Zeit zum Lesen, aber ich schaufele mir ab und zu Wochenenden frei und fresse mich dann durch möglichst viele Bücher. Fantasy, Krimis, Jugendbücher, Liebesgeschichte – je nach Stimmung und „Eskapismus“-Bedarf.

Allerdings hat sich mein Lesen geändert, seitdem ich schreibe. Ich kann nicht mehr so unbefangen wie früher in Bücher eintauchen, sondern analysiere die Geschichten im Hinterkopf immer mit: wie sind die Figuren konstruiert? Wie läuft der Spannungsbogen? Was gefällt mir? Warum? Was ärgert mich? Warum?

Ich lese jetzt anders, aber immer noch gerne, so etwa zehn Bücher im Monat.



Wonach wählst Du ein Buch aus?

Obwohl man Bücher ja nicht nach dem Cover beurteilen soll, greife ich in Buchhandlungen gerne nach auffallenden Titelbildern, die sich abheben.

Ich lese Rezensionen und Buchempfehlungen im Internet und in Zeitungen. Wenn ich dann ein Buch in der Hand habe, lese ich es an. Die ersten Seiten, ein bisschen in der Mitte und den Schluss.



Welche Art Romanhelden/innen bevorzugst Du?

Realistische“ oder besser: Menschen anstatt Super- oder Übermenschen, die keine Fehler haben und unglaublich toll aussehen. Ich mag Figuren mit Ecken und Kanten und die „armen Hascherl“, die sich an den Herausforderungen des Lebens entwickeln können.



Würdest Du im realen Leben den Romanhelden als Mann für´s Leben wollen?

Eher wohl nicht, da ich zu wenig mit Romanheldinnen gemeinsam habe;-)). Und den Mann für’s Leben habe ich auch schon gefunden ;-)).



Welches Genre bevorzugst Du (als Leserin)

Wenn ich mich in meinen Billys so umschaue, geht es bunt durcheinander. Sehr viel Fantasy und Krimis, aber auch Jugendbücher, Klassiker und moderne Literatur.



Was gefällt Dir in Romanen am Besten?

Gut gezeichnete Figuren, überraschende, aber in sich logische Wendungen und ein Plot, der mich die Seiten umblättern lässt, weil ich es nicht erwarten kann, wie es weitergeht.



Was geht gar nicht? Was sorgt bei Dir dafür, daß ein Buch im Ofen landet?

Ich verbrenne keine Bücher und werfe sie auch nicht ins Altpapier. Selbst, wenn ich mich noch so sehr ärgere, darf das Buch bei mir einziehen.

Aber mich ärgern überbordende Gewaltszenen, „dämlich“ handelnde Figuren und Plotlöcher, bei denen ich das Gefühl bekomme, die Autorin oder der Autor hatte jetzt keine Lust mehr und geht davon aus, dass ich als Leserin das eh nicht merke.



Wie wichtig ist Sex in Romanen für Dich?

In denen, die ich lese, oder in denen, die ich schreibe?

In beiden eher weniger wichtig, auch weil ich es schwer finde, gute Sex-Szenen zu schreiben;-)



Was sind Abtörner-Szenen? (Nicht auf das sexuelle bezogen....)

Gewaltszenen, die detailliert beschrieben werden, bringen mich dazu, dass Buch nicht zu mögen.

Figuren, die sich dämlich und nicht nachvollziehbar verhalten, damit die Geschichte weiter geht, ärgern mich sehr.

Herr Lehrer, ich weiß was“-Szenen, in denen die Autorin oder der Autor mir unbedingt zeigen muss, wie tief er oder sie recherchiert haben.

Zufälle, die dem Plot auf die Sprünge helfen … und bestimmt noch viel mehr.

Seitdem ich mich mit dem Schreibhandwerk beschäftige, bin ich eine viel kritischere Leserin und ärgere mich schneller über Schnitzer.



Welchen Plot bevorzugst Du in einem Roman?

Einen figurenorientierten. Reine Action ist nicht unbedingt etwas für mich. Ich möchte mit einer Figur mitfühlen können, ihren Weg begleiten und sie nach Abschluss des Buchs vermissen.



Was war das schlechteste Buch, das Du je gelesen hast?

Am meisten gequält habe ich mit Thomas Manns „Der Zauberberg“, was auch daran liegen kann, dass ich es mit 15 Jahren gelesen habe und vieles nicht verstehen konnte. Allerdings habe ich noch nicht das Bedürfnis verspürt, mich erneut durch die 1.000 Seiten zu graben, um den Ersteindruck zu korrigieren.

Sehr geärgert habe ich mich – in letzter Zeit – über „Furie“ von Chelsea Cain, weil in dem Buch ein langweiliger Plot durch detaillierte und wirklich eklige Gewaltszenen „aufgepeppt“ werden sollte. Die habe ich dann überblättert, was überhaupt keine Auswirkung für das Verstehen der Handlung hatte.



Würdest Du einem ungeliebten Menschen absichtlich ein schlechtes Buch schenken bzw. zum Kauf raten????

Hmm, eine schwierige Frage. Ich hoffe, dass ich ein besserer Mensch wäre, würde aber keine Garantie dafür abgeben. Wahrscheinlich würde ich das aber nicht tun, weil ja auch das Risiko besteht, dass der ungeliebte Mensch das Buch mag, das mir nicht gefiel;-)).

Bilder von Christiane Lind