aktuell:

aktuell:

Freitag, 20. Januar 2012

C.M. Singer .... und der Preis ist .... Ghostbusters!

Hallo meine Lieben,

If there´s something strange in your neighborhood -
Who you´re gonna call? .............

Drei Nächte in Folge suchte mich nun schon ein Gast heim.
Zu meinem großen Bedauern weder gutaussehend, noch männlich. Nicht einmal körperlich.
Über letzteres hätte ich hinweg sehen können, doch leider war das Wesen häßlich wie das Ding aus dem Sumpf und androgyn. *seufz*
... and it don´t look good
Who you´re  gonna call? ......
... und der Preis ist dein Leben (I): Mächtiger als der TodIm Morgengrauen nach der dritten Nacht zog ich Google zu Rat. Geist - Autorin, da gab es neben mir noch jemanden, der sich auf Heimsuchungen verstand. Und dazu ganz in meiner Nähe.
An invisible man, sleeping in your bed -
Who you´re  gonna call? ....
 In der Heimatstadt des Oktoberfestes lebt C.M. Singer. Im Zeitalter von Email und Internet und Facebook kein großes Ding, sie zu kontaktieren.
Let me tell you something -
Bustin´ makes me feel good ...
Natürlich eilte, nein flog sie förmlich herbei, um mit mir die "Ghostbusters made Bavaria" zu geben. Während wir auf den Anbruch der vierten Nacht des Spuks warteten, ergab sich die Gelegenheit für einen kleinen Plausch:


Interview:


Wie bist Du auf die Idee zu Deinem Roman gekommen?
Vor einigen Jahren war ich Mitglied einer „Paranormal Romance“-Gruppe auf Goodreads.com. Einige der Mädels in der Gruppe haben geschrieben, hauptsächlich Fanfiction. Und irgendwann kamen wir auf die Idee, einen Schreibwettbewerb unter uns zu veranstalten.

Da mich Geistergeschichten schon immer faszinierten und ich nicht die tausendste Variante einer Vampirstory schreiben wollte, war schnell klar, in welche Richtung es gehen sollte. Geplant war allerdings nur eine Kurzgeschichte mit ca. 30 Seiten. Dass es am Ende zu einem dreiteiligen Roman reichen würde, kam auch für mich ziemlich überraschend! Thematisch habe ich all das verarbeitet, was mich persönlich seit meiner Jugend interessiert und begleitet: Übersinnliches, Kulte, Magie und nicht zu vergessen die klassische Murder Mystery. Und das ganze natürlich verpackt in einer Lovestory, da tief in mir drin eine hoffnungslose Romantikerin steckt.




Jeder sagt, es sei sein erster Roman, dabei setzt sich kaum jemand hin, fängt an zu schreiben und hat sofort einen vorzeigbares MS bzw. Kurzgeschichte etc. Seit wann schreibst Du?

Tatsächlich war dieser Schreibwettbewerb auf Goodreads vor knapp 3,5 Jahren der Startschuss.

Das Verfassen von (Fach-)Texten gehört allerdings berufsbedingt zu meinem täglichen Brot, und in meinem Kopf habe ich eigentlich schon immer "geschrieben". Egal, ob ich nun die Geschichten meiner Lieblingsbücher und -filme weitergesponnen oder mir Dialoge für meine Helden ausgedacht habe. Nur zu Papier gebracht habe ich diese Geschichten nicht. Schreiben war Teil meines Berufs, nicht meine Berufung. Für mich persönlich hat sich das nun geändert

Liest Du viel?

Seit ich begonnen habe zu schreiben, leider nicht mehr so viel wie früher. Die „Lesezeit“ wird jetzt zugunsten der „Schreibzeit“ geopfert. Früher habe ich etwa zwei bis drei Bücher pro Monat gelesen, heute bin ich glücklich, wenn ich eines schaffe. Im Moment lese ich „Die Flüsse von London“ und bin schwer begeistert.


Wer sind Deine Lieblingsautoren/innen?
Ich besitze jedes Buch von Neil Gaiman und Stephen Fry. Britische Fantasy und Britischer Humor at it´s best Außerdem lese ich Douglas Preston/Lincoln Child sehr gerne, weil mich deren Verwebung von fantastisch anmutenden Fakten mit Fiction fasziniert. Und natürlich darf J. K. Rowling hier nicht fehlen. Selten habe ich mich in Büchern so völlig verloren wie in Harry Potter.


Bei wievielen Verlagen hast Du Dein MS eingeschickt, ehe es der AAVAA-Verlag annahm?

So etwa fünfzehn. Natürlich habe ich es zuerst bei den bekannten Verlagen versucht, von denen viele gar nicht, und die meisten mit einer nichtssagenden Standardabsage geantwortet haben. Mit der Zeit wurden die angeschriebenen Verlage immer kleiner und die Absagen immer konkreter. Einige Verlage haben sich sogar die Zeit genommen und mir geantwortet, dass ihnen das Konzept und die Schreibe zwar generell gefallen, das Manuskript für ein Erstlingswerk aber viel zu umfangreich wäre und sie dieses Risiko nicht eingehen könnten.

AAVAA war der erste Verlag, der auf die Idee kam, aus dem Manuskript drei Bände zu machen.

Wie lange hast Du an "...und der Preis ist dein Leben" geschrieben?
Ziemlich genau zwei Jahre.


Hast Du Testleser?

Ja, eine Handvoll motivierende, aber auch durchaus kritische Beta-Leser bekommen meine Texte zu sehen, bevor diese auf unschuldige Leser losgelassen werden.

Der AAVAA-Verlag bietet kein Lektorat an? Hast Du Dir also einen Lektor/in gesucht, die Dein Manuskript durchsah?
Ich habe mit einer freischaffenden Lektorin zusammengearbeitet, die, wie ich finde, einen klasse Job gemacht hat. Es freut mich besonders, dass sich durch die enge Zusammenarbeit eine tolle Freundschaft entwickelt hat. *winkt nach Berlin*


Hörst Du beim Schreiben Musik?

Oh ja, ohne Musik läuft gar nichts. Ich lasse mich sehr leicht ablenken – schreiben im Café fällt somit aus – aber ohne Musik kommt meine Muse nicht aus den Federn. Auf meinem iPod befindet sich deshalb der Ordner „Writing Songs“ mit über 200 Songs für jede Stimmungslage. Ein richtiger Soundtrack. Einen Auszug davon gibt es auf youtube: http://www.youtube.com/playlist?list=PLAE2EE93EB77B32C6



Hast Du schon ein neues Projekt in Planung?
Nach drei Kurzgeschichten , die an den Roman anschließen, arbeite derzeit an einer Fortsetzung. Arbeitstitel: „…und der Preis ist deine Seele“. Mit Liz und Danny habe ich noch so einiges vor ;)

Und leider gehöre ich nicht zu der Art von Autoren, die parallel an mehreren Projekten arbeiten können. Ich muss mich auf eine Story konzentrieren.




Du liebst England. Warst Du schon einmal dort?
Wenn ja, was fasziniert
Dich?

Ich liebe die britischen Inseln und ganz besonders London. Ich bezeichne mich selbst gerne als anglophil, denn aus Gründen, die ich selbst nicht genau nachvollziehen kann, liebe ich Land, Leute, Humor, Musik, Literatur, Geschichte und … festhalten … sogar das Wetter! Nur beim Essen muss ich passen ;) Ab und zu denke ich mir, dass ich in einem früheren Leben auf der Insel gelebt haben muss.

Außerdem kenne ich London beinahe so gut wie meine Heimatstadt München. Ich versuche, so oft wie möglich ein langes Wochenende dort zu verbringen, was mir in der Regel vier- bis fünfmal im Jahr gelingt. Wenn ich jemals aus Deutschland wegziehe, dann vermutlich nach Südengland, vorzugsweise nach Brighton.



Geister, dein Romanheld ist ein Geist. Was fasziniert Dich an Geistern?

Meine Faszination für Geister hat bereits im Teenageralter begonnen. Und ja, ich gebe es zu, mit „Ghost – Nachricht von Sam“. Ich finde, dass Geschichten um liebende Geister ein sehr tragisches und romantisches Potenzial innewohnt. Aus dem Leben gerissen, von allem „Normalen“ abgeschnitten, nur noch Beobachter. Dem/der Geliebten nah und doch fern. Und immer den drohende Abschied vor Augen. Außerdem bieten Geister im Vergleich zu Vampiren oder Werwölfen einem Autor noch jede Menge Spielraum. Was sind die Regeln ihres Daseins? Was ihre Fähigkeiten, bzw. Limitierungen?

Wie sieht Dein Alltag aus? Deine Schreibroutine?
Die Miete zahlt mein Job als Marketing Managerin in einer IT-Firma. Konkret bedeutet das, geschrieben wird in der Regel am Wochenende und im Urlaub, und manchmal, wenn ich mitten in einer spannenden Szene stecke, auch unter der Woche bis spät nachts. Am allerliebsten sitze ich dabei auf dem Balkon. Nachbarn haben mich dort schon bis in die frühen Morgenstunden im blauen Schein meines Laptops gesehen und sich nicht schlecht gewundert. Das muss in der Tat ein ziemlich gespenstischer Anblick gewesen sein Wenn es zu kalt ist, um draußen zu schreiben, sitze ich mit meinem Laptop ganz gemütlich auf der Couch. Außerdem habe ich immer mein Notizbuch in der Handtasche, damit plötzliche Ideen und Eingebungen nicht verloren gehen. Aus dem gleichen Grund liegt seit ein paar Monaten auch ein Notizbüchlein auf meinem Nachttisch. Es kam nämlich ein paar Mal vor, dass ich in der früh zwar noch wusste, DASS ich nachts eine Idee gehabt hatte, aber nicht mehr, WELCHE!




Welcher Person würdest Du gerne einmal begegnen? ( Tot, unerreichbar für Normalsterbliche ;- ) oder fiktive Gestalt)

Welcher Autor würde nicht gerne seine eigenen Protagonisten treffen? Vor allem mit Danny und Riley würde ich gerne mal ein Bierchen trinken.

Abgesehen davon hätte ich wirklich gerne die Gelegenheit gehabt, Elvis und Freddy Mercury live auf der Bühne zu sehen. Born too late, sage ich da nur …

Oh ja, Freddy Mercury und Elvis. Wirklich zwei der wenigen die wirklich in den Olymp der modernen Musikgeschichte gehören!

One by one
Only the good die young
They're only flying too close to the sun
We'll remember
Forever


Links:

Autorenseite: www.cmsinger.de


Liebe Claudia, vielen Dank für das nette Interview!




Kommentare:

  1. Danke, liebe Ivy. Unsere gemeinsame Geisterjagd hat Spaß gemacht! Hoffentlich begegnet uns aber auch bald die andere Sorte von Geist: männlich, gut aussehend und mit Substanz ;)
    Liebe Grüße
    C. M. Singer

    AntwortenLöschen
  2. Ein wirklich schönes Interview :) Besonders die Liebe zu England finde ich großartig, da ich es auch sehr liebe ♥

    vlg misa

    AntwortenLöschen