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Dienstag, 7. Februar 2012

Erotikautorinnen sind ....

Hallo ihr Lieben,

Linda Mignani hat auf ihrem Blog einen lustigen Beitrag über das Erotikautorinnen-Klischee verfasst. Ich selber habe mich auch mit dem Gedanken auseinandergesetzt, was man von
unsereinem erwartet ;-)

Wir erwachen mittags in sündig roten Seidenlaken. Neben uns schlummert die erotisch-knackige Eroberung der letzten Nacht. Da ER noch da ist, war er gut, denn ansonsten hätten wir ihn schon in der Nacht rausgeworfen. Wir schieben ein kleines Nümmerchen, ehe wir uns für den Tag zurechtmachen. Kurzes Kostüm, Nylons, tiefer Ausschnitt, Highheels. Unser perfektes, volles Haar umfließt unser Gesicht, das natürlich ebenmäßig perfekt und göttinnengleich aussieht.
Auf der Terrasse serviert uns der sexy Hausboy unser Frühstück, ehe wir unseren Termin in der Wellnessoase wahrnehmen, denn natürlich hat uns die Nacht sehr angestrengt. Wir benötigen eine Massage und eine Kosmetikbehandlung.
Mittags dann ein leichter Lunch mit Verleger/Agent oder/und Verehrer. Den Nachmittag verbringen wir beim Shoppen - Dessous, versteht sich, wer von uns braucht denn andere Klamotten als Dessous, halterlose Nylons und High Heels?
Während wir die Verkäuferinnen hin und her scheuchen, bekommen wir ein Glas Prosecco gereicht. Außerdem fällt ein vorübergehender Herr bei unserem Anblick in Ohnmacht, drei kichernde Matronen in Kittelschürze und Lockenwickler kommen angerannt und wollen unser Buch signiert bekommen, während ihre Männer bereits Taschenbillard spielen. (Unsere Erotik ist einfach gigantisch.)
Spätnachmittags schauen wir bei unserer Bank vorbei, wo uns der Chef persönlich in einem eleganten Separee bedient und uns über die fünfstelligen Zinserträge informiert, die unsere Tantiemen einbringen. Als wir uns verabschieden hat der gute fast Freudentränen in den Augen, außerdem eine Erektion, die ihresgleichen sucht.
Abends dann Dinnerparty mit lauter wichtigen Leuten. Manche wirklich wichtig, manche halten sich nur dafür.
Nachfolgendes funktioniert auch alternativ nach einer Lesung, die wir immer wieder mal abhalten.
Wir suchen uns den leckersten Burschen aus, vielleicht auch zwei - oder ein Pärchen - nehmen sie mit nachhause und dann: Holla-die-Waldfee ... Stundenlang, oben, unten, stehend, liegend ...

Glaubt das jetzt irgendjemand? ;-)

Liebe Grüße, Ivy

1 Kommentar:

  1. Die traurige Wahrheit ist:
    Aufstehen, schreiben bis wir vor Schwäche vom Stuhl rutschen und unseren Kalorienhaushalt auffüllen. Bisschen Networking, schreiben bis die Augen brennen.
    Locations klarmachen für Lesungen.
    Schreiben, bis der Kopf vor Müdigkeit auf die Tastatur knallt.
    Müde ins Bett, sich wundernd wer den schnarchenden Mann ins Bett gelegt hat und sich dann erinnern, daß man ja tatsächlich irgendwann mal geheiratet hat und einen Ehegespons hat, der einsam und vernachlässigt seine Feierabende verbringt, weil Frau virtuellen Sex mit nicht reellen Personen hat, anstatt mit dem Ehemann zu plaudern...

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