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Donnerstag, 29. März 2012

Kathy Felsing - Lost in Zypern

Eigentlich wollte ich Stephanie Madea besuchen. Ein kleiner Überraschungsbesuch.
Wolke 7 geriet ins Taumeln und war direkt über einer Insel in der Ägis niedergegangen. (Vielleicht hat sie die griechische Schuldenlast auch niedergedrückt - wer weiß? ;-) )
Nun saß ich auf jeden Fall irgendwo im Nirgendwo, wußte weder ein noch aus und ein paar Bergziegen umringten mich. Spöttisch musteren mich ihre diabolisch geschlitzten Augen und Aug in Aug mit den stinkenden, mißgünstig wirkenden Biestern konnte ich mir sehr wohl vorstellen, daß sie aus der Hölle stammten.
Seufzend machte ich mich auf den Abstieg. Fort von den Ziegen, einem kleinen Dörfchen entgegen, dessen weiße Kalkmauern verlockend in der Abendsonne leuchteten.
Ich erreichte den Dorfrand gerade noch rechtzeitig, bevor Ouzo und griechischer Wein die Bewohner in Feierlaune versetzt hatten.
Es gab einen jungen Burschen, der meinen Ausführungen folgte und dann eifrig nickte.
Leider stellte sich heraus, daß er kein Wort verstand, denn er schleppte mich an einen der Tische, wo bereits eine Blondine saß. Er lachte und deutete auf die Frau: "Autorin", wiederholte er mehrmals. Ergeben setzte ich mich und wir taxierten uns neugierig.
Ich reichte ihr meine Hand. "Ivy Paul",
Sie lachte. "Kathy Felsing",
Der junge Bursche stellte zwei Schnapsstamperl vor uns. Anisduft kitzelte meine Nase. Natürlich Ouzo.
"Kathy Felsing? Die Autorin der G.E.N. Blood - Reihe? Du verarscht mich. Du lebst hier?"
Sie nickte. "Natürlich, Stephanie Madea und ich sind Nachbarn."
Potzblitz, dachte ich nur. Das Leben schreibt eindeutig die besten Geschichten ....

und daraus werden ....

INTERVIEWS ....



Was siehst Du, wenn Du aus dem Fenster blickst?




Im Winterhalbjahr sehe ich eine Wiese mit Büschen und Bäumen, im Moment überzogen von einem gelben Blütenmeer. Durch die Zweige eines noch kahlen Walnussbaums, an dem die ersten Blätter spießen, kann ich an klaren Tagen am Horizont das Meer sehen, manchmal – so wie heute – ist die Luft diesig, obwohl nur hin und wieder ein paar Wölkchen am Himmel vorbeiziehen und die Grenzlinie zwischen Himmel und Meer verschwindet dann. Im Sommerhalbjahr nimmt der Walnussbaum den Blick aufs Wasser und die Wiese wird zur gelbbraunen Steppe. Dafür flimmert die Luft vor Wärme und das Licht lässt die vertrockneten Halme wie Gold schimmern.

















Jeder sagt, es sei sein erster Roman, dabei setzt sich kaum jemand hin, fängt an zu schreiben und hat sofort ein vorzeigbares MS bzw. Kurzgeschichte etc. Seit wann schreibst Du und wann hast Du das erste MS an einen Verlag geschickt?





Ich habe 2009 gemeinsam mit einer Freundin angefangen, meinen ersten Roman zu schreiben, der aber nie einem Verlag angeboten wurde und auch nicht wird *lach*. Obwohl wir ihn noch immer gut finden. Aber er ist ein Genremix und von daher nicht „verlagsgeeignet“. Im Januar 2010 habe ich mein erstes eigenes Manuskript an den Sieben Verlag geschickt und das Buch wurde nach einem erstklassigen Lektorat durch den Verlag im Juli 2010 veröffentlicht. 











Eisfeuer: G.E.N. Bloods 01Kannst Du vom Schreiben leben?


Schön wär’s. Das ist wohl der Traum eines jeden Schreiberlings, aber nur wenige erreichen das. Andere träumen einfach davon, mit ihren Geschichten LeserInnen begeistern zu können, und das erreichen viele. Ich glaube, Letzterem zumindest bin ich nahe.











Wer sind Deine Lieblingsautoren/innen?


Hui, viele, viele, viele. Ich lese quer durch (fast) alle Genres, daher gibt es eine Menge AutorInnen, die ich aufzählen könnte. Aber eigentlich sind es eher die Geschichten, die mich faszinieren und die stammen zum Teil auch von Debütanten.











Bei wie vielen Verlagen hast Du Dein MS eingeschickt, ehe es angenommen wurde?


Bei einem. :-)










Club der Verdammten 01: Seelenhüter: Erotischer Vampirroman Wie lange brauchst Du für ein Manuskript?


Das kann ich nicht pauschal beantworten. Eine Geschichte muss und soll in meinem Kopf wachsen und gedeihen und dann kann sie anfangen, hinauszusprudeln. Meine aktuelle Reihe „G.E.N. Bloods“ erscheint in halbjährlichem Rhythmus, davon bleiben jeweils vier Monate Zeit zum Schreiben und die teile ich mir in einem lockeren Tempo ein, denn daneben muss ich ja noch meinem Brotjob nachgehen.











Liest Du viel? Was?


Ja. Am liebsten Thriller – allerdings eher keine Agenten- oder Politthriller, sondern mehr Psycho-/Mysterythriller und Romantic Thrill. Aber auch völlig andere Genres, wenn mich das Thema anspricht und je nach Lust und Laune lasse ich mich gern zum Lachen, Heulen oder Gruseln bringen.










Hast Du Hobbys?


Lesen und Schreiben. Faulenzen. Träumen. Spezielle Hobbys wie Reiten oder Golf spielen hatte ich noch nie, dafür kann ich mich spontan zu allem Möglichen hinreißen lassen. Zum Beispiel zu einer Quad-Tour, bei der ich so verrückt bin, mit Karacho querfeldein steile Abhänge hinaufzujagen. Hinunter dann aber doch nicht so leichtfertig … :-)








Blutsvermächtnis


Was hilft Dir, Dich zu entspannen? Wo und wie findest Du Inspiration?


Inspiration finde ich beim Träumen und Faulenzen. Womit die Frage zur Entspannung beantwortet ist.


Ich liege furchtbar gern gemütlich irgendwo rum und male mir in Gedanken meine Geschichten aus, nehme sie sogar mit in den Schlaf.









Hörst Du beim Schreiben Musik?


Nein. Beim Schreiben brauche ich Ruhe, Geräusche würden mich ablenken.









Hast Du schon ein neues Projekt in Planung?


G.E.N. Bloods 03 – Höhenfieber. Ich hoffe, dass ich danach noch einige weitere Bücher zu der Serie schreiben werde, zumindest, bis alle acht Team-Mitglieder ihre eigene Geschichte hatten. Über weitere Projekte habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht.











Verhängnisvoll:G.E.N. Bloods 02Wie sieht Dein Alltag aus? Deine Schreibroutine?


Mein „Brotjob“ besteht ebenfalls aus Computerarbeit, sodass ich am Tag nicht selten 12, 14 oder mehr Stunden am Rechner sitze, egal, ob Wochenende oder Feiertag. Andererseits kann ich dafür auch mitten in der Woche einfach mal blaumachen. Oft stehe ich sehr früh auf und arbeite bis mittags, schlafe dann ein, zwei Stunden und danach arbeite ich weiter bis in die (sehr) späten Abendstunden. Das Leben in südlichen Gefilden hat nach fünfeinhalb Jahren auf der Sonneninsel auf mich abgefärbt und ich liebe meine nachmittägliche „Siesta“.











Welchen Deiner Romanhelden magst Du persönlich am Liebsten? Und warum?


Ich liebe sie alle. Während ich an einem Manuskript arbeite, ist immer der jeweilige Prota mein Favorit und im Nachhinein fällt es mir sehr schwer, einen von ihnen als besonderen Liebling zu benennen. Nein, es ist unmöglich. Ich mag jeden von ihnen gleich gern und gerade ist der Nächste dabei, mein Herz zu erobern.







Liebe Ivy, ich danke dir für dein tolles Interview. Hat mich gefreut, auf deiner „Couch“ zu sitzen.

Liebe Kathy, dto. vielen Dank, daß Du Dir Zeit und Muße für die Fragen genommen hast :-)








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